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Das neue Wasserfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Klüsserath wurde nach einem bedeutenden einstigen Einwohner  des Orts benannt.

Feuerwehr : Ein Boot mit dem Namen Moses

Das neue Wasserfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Klüsserath wurde nach einem bedeutenden einstigen Einwohner  des Orts benannt.

Eine nicht alltägliche Einweihungsfeier hat es  am vergangenen Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Klüsserath gegeben. Denn wann wird schon mal ein Feuerwehr-Mehrzweckboot (MZB)  seiner Bestimmung übergeben? Höchstens alle paar Jahrzehnte.

Sichtlich erfreut waren denn auch die aktiven Wehrkräfte um Wehrführer Dieter Thul, dass die Klüsserather Wehr dieses Boot bekommen hat. Es dient der Rettung von Menschen, deren Transport oder dem von Material und Gerät, vor allem auf der Mosel in den Grenzen der Verbandsgemeinde (VG) Schweich, aber nicht nur dort. Verlastet auf einem Trailer ist das Boot überaus mobil einsetzbar. Die neue Errungenschaft (Beschaffungskosten 110 000 Euro) ersetzt ein älteres und kleineres Boot bei der Wehr. Schultern muss die VG Schweich als Sachkostenträger die 110 000 Euro nicht allein. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit einem Zuschuss von 30 000 Euro; zugesagt hat der Kreis Trier-Saarburg eine Zuwendung von 27 500 Euro, so dass die restlichen 52 500 Euro bei der VG verbleiben. Bürgermeisterin Christiane Horsch dankte den  VG-Gremien für die Beschaffung. In Klüsserath, bei einer gut ausgebildeten und 41 Aktive umfassenden Wehr, sei das MZB sehr gut aufgehoben, unterstrich die Bürgermeisterin, verbunden mit einem Lob an die Wehr für viele Einsätze und zahlreiche Ausbildungs- und Übungsstunden.

Im Funk wird das Feuerwehrboot mit dem Namen „Moses“ bezeichnet. Feuerwehrchef Thul erklärte den anwesenden Ehrengästen und Nicht-Klüsserathern, wie man auf den Namen kam: 1784 habe es ein sehr schweres Hochwasser mit vielen Toten gegeben, bei dem der Klüsserather Bürger Moses Gumprich über 20 Menschen vor dem sicheren Ertrinken gerettet habe: „Da wir mit dem Boot auch im Rettungseinsatz sind, haben wir uns für diesen Namen entschieden.“ Wenig Einsätze und stets eine sichere Rückkehr wünschte Pastor Michael Meiser, nachdem er das Boot eingesegnet hatte. Ein schweres Feuerwehrfahrzeug dürfe sie zwar nicht fahren, das Klüsserather Feuerwehrboot aber schon als Inhaberin eines Bootsführerscheins, sagte die Bürgermeisterin.  Bei angenehmeren  Außentemperaturen will Christiane Horsch das dann auch mal unter Beweis stellen.