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Das Rätsel um die Quelle des Waschmittels - Suche nach Auslöser für Schaum auf dem Aacher Bach geht weiter

Das Rätsel um die Quelle des Waschmittels - Suche nach Auslöser für Schaum auf dem Aacher Bach geht weiter

Knapp drei Monate nach der Gewässerverunreinigung des Aacher Bachs bewegt sich die Ursachenforschung immer auf einem könnte- oder weiss-man-noch-nicht-Niveau. Doch der Staatsanwaltschaft liegen nun Ergebnisse der Wasserproben vor, die in der Nacht auf den 12. April gezogen worden waren. Diese könnten des Rätsels Lösung sein.

Der Aacher Bach murmelt wieder still durch das Dorf, als ob nie etwas gewesen wäre. Als ob es Mitte April weder Schaumberge oder einen Feuerwehreinsatz gegegeben hätte (der TV berichtete). Und als ob Kriminalpolizei und Sttatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt hätten.

Doch die Nachforschungen gehen weiter. Peter Fritzen, Leitender Oberstaatsanwalt in Trier, sagt: "Sowohl in dem Schaumteppich als auch an mehreren Stellen der Bäche wurden Wasserproben genommen und von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord untersucht." Dabei seien Tenside als Ursache der Schaumbildung nachgewiesen werden. Diese chemischen Verbindungen finden sich im Duschgel genauso wie in Spülmitteln oder Waschmitteln.

Möglicherweise stammen die Tenside aus einem Waschmittel, dass in einem Betrieb im Gerwerbegebiet benutzt worden ist. Das konnte bisher jedoch noch nicht zweifelsfrei geklärt werden. Dazu sei laut Fritzen eine weitere Untersuchung notwendig. "Mit entsprechenden Untersuchungen ist ein Sachverständiger beauftragt worden. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor", sagt Fritzen. Laut Auskunft Fritzens sei während des nächtlichen Einsatzes im Rahmen der Ursachenforschung festgestellt worden, "dass die Stoffe, die für die Schaumbildung verantwortlich waren, aus dem Rolkemsbach mitgebracht worden waren."

In diesen Bach, der später Aacher- und Biewerer Bach genannt wird, wird unter anderem ein Regenwasserkanal aus dem Industriegebiet Trierweiler-Sirzenich eingeleitet. Von einem Waschplatz eines Gewerbetriebs könnte das biologisch abbaubaren Reinigungsmittel in den Kanal gelangt sein.