Das Seniorenstudium wird 30

500 Gasthörer besuchen an der Universität Trier verschiedene Kurse. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens dieses Seniorenstudiums sind ein Studienführer und einer Infoveranstaltung sowie eine Jubiläumsfeier geplant.

Trier. Im Jahr 1984 regten Gasthörer an, das wissenschaftliche Weiterbildungsangebot für Erwachsene an der Universität Trier auszuweiten und zu systematisieren. Das war die Geburtsstunde des Seniorenstudiums. Was vor 30 Jahren begann, hat sich zu einem komplexen Programm weiterentwickelt, das rund 500 Bürger regelmäßig in Anspruch nehmen.
"Eigentlich sind es noch viel zu wenige", meint Michael Hewera von der Koordinierungsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Trier. Bei einem Einzugsgebiet, das sich über Trier in die umliegenden Landkreise bis ins Saarland und nach Luxemburg erstreckt, dürften es auch doppelt so viele sein. Im Mittelpunkt des gesamten Programms steht die Gasthörerschaft. Alle Interessierte können - unabhängig von Alter und formalem Bildungsstand - gegen eine geringe Gebühr an einer der rund 1800 regulären Lehrveranstaltungen der Universität pro Semester teilnehmen.
Stark ausgebaut wurde in den vergangenen Jahren das Angebot an Sonderveranstaltungen, die auf die Interessen von freien Studierenden ausgerichtet sind und die zusätzlich zu den Veranstaltungen der Fächer gegen ein Entgelt belegt werden können.
Das aktuelle Programm legt den Schwerpunkt auf die Geschichte des Mittelalters. Ein besonderes Bildungserlebnis wird die kombinierte Vortrags- und Exkursionsreihe zu "Zeugnissen jüdischen Lebens aus der Trierer Vergangenheit" sein. Neben Sprach- und EDV-Kursen sind weitere Vorlesungen, Seminare und Exkursionen im Programm.
Der Veranstaltungsbereich Öffentliche Wissenschaft im Seniorenstudium umfasst zahlreiche Informations- und Beratungsangebote, einschließlich der montäglichen Vortragsreihe "Aus Forschung und Lehre der Universität Trier".
Hinzu kommen Lehrveranstaltungen in Kooperation mit anderen Einrichtungen wie eine Fernsehwerkstatt, das Mittwochsforum "Hundert Jahre Erster Weltkrieg", eine Übung zur "Recherche wissenschaftlicher Fachinformationen" oder die Ringvorlesung "Auf den Spuren der Kelten".
Außerdem kann die bundesweite Online-Ringvorlesung zu "Technik und Lebenswelt" in sechs Vorträgen aus sechs Universitäten live in Trier verfolgt werden. Die Fortsetzung des altersübergreifenden Lernprojekts "Campus der Generationen" sowie die Neuauflage des Studienbegleitseminars "Lernen und Forschen" soll einen guten Einstieg in die wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität bieten. Alle Angebote im Bereich "Öffentliche Wissenschaft" sind kostenfrei.
Zum 30-jährigen Bestehen des Seniorenstudiums sollen vom 21. bis zum 25. Juli ein Jubiläumsprogramm und eine Jubiläumsfeier realisiert werden. Unter dem Thema "Seniores ante Porta(s)" wird sich alles um die Römer drehen. Zeitgleich startet ein Studierendenaustausch mit anderen deutschen Universitäten.
Am Donnerstag, 13. März, 16 Uhr, findet eine Informationsveranstaltung zum Seniorenstudium an der Universität Trier statt (C-Gebäude, Raum C 10). red
Alle Informationen zu Gasthörerschaft und Seniorenstudium sind in einem Studienführer zusammengefasst. Unter der Adresse www.seniorenstudium.uni-trier.de steht die Broschüre im Internet.
Michael Hewera oder Sabine Krein vom Servicebüro Seniorenstudium stehen darüber hinaus für individuelle Auskünfte und Beratungen zur Verfügung, Telefon 0651/201 3229, -3249 oder E-Mail seniorenstudium@uni-trier.de.

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