Das sind die Kandidaten zu den Ortsvorsteherwahlen in Trier

Demokratie : Das sind die Kandidaten zu den Ortsvorsteherwahlen in Trier

Die Wahlvorschläge für den Trierer Stadtrat, die Ortsbeiräte und vor allem für die Posten der 19 Ortsvorsteher bergen alte Bekannte und einige Überraschungen.

Die Zeit der Debatten, der Suche und der Auswahl ist vorbei, die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge für die politischen Gremien der Stadt Trier lief am 8. April ab. Die Gruppen und Parteien haben ihre Listen für die Ortsbeiräte und den Stadtrat vorgelegt. Sie haben auch die Kandidaten genannt, die in den 19 Trierer Stadtteilen Ortsvorsteher werden wollen. Noch ist all das nicht offiziell, denn der Wahlausschuss muss den Vorschlägen am kommenden Montag, 15. April, noch zustimmen. Der TV liefert eine erste Übersicht: Wer tritt wo an?

Der Stadtrat  Neun Parteien und Gruppen haben Listen für die Wahl des Trierer Stadtrats eingereicht. Mit dabei sind CDU, SPD, FDP, Grüne, UBT, Linke und AfD – sie alle sind bereits im aktuellen Stadtrat präsent. Doch es gibt auch zwei neue Bewerber, die in den Rat einziehen wollen. „Die Partei“ war bei ihrer Gründung vor 15 Jahren durch Journalisten des Magazins Titanic als Satire gedacht. Das Wort Partei ist gleichzeitig auch eine Abkürzung, sie steht für „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“. Die Partei will in den Trierer Stadtrat einziehen, ebenso wie der Kreisverband der Partei Freie Wähler – die übrigens mit dem Verein Unabhängige Bürgervertretung Trier (UBT) nichts zu tun hat, auch wenn die UBT von 2010 bis 2016 Freie Wählergemeinschaft Trier hieß.

Die Ortsvorsteher Die größte Überraschung in diesem Kapitel kommt aus Trier-Mitte/Gartenfeld. Der Architekt Dominik Heinrich (Bündnis 90/Die Grünen), seit zehn Jahren Ortsvorsteher dieses Stadtteils, tritt nicht mehr an. Der Grund: Heinrich wird Trier-Mitte im nächsten Jahr verlassen. „Ich kann  nicht für die nächsten fünf Jahre um Vertrauen bitten und dann nach einem Jahr das Amt niederlegen“, sagt Heinrich in einer ersten Reaktion. „Es geht mir bei dieser Entscheidung nicht um die Kosten und Aufwand einer erneuten Direktwahl eines Ortsvorstehers, sondern vielmehr um die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der Politik.“

Nur ein Kandidat In sechs Stadtteilen gibt es nur jeweils einen Kandidaten, und zwar die bereits gewählten und noch amtierenden Ortsvorsteher: Andreas Kratz (CDU, Biewer), Karl-Heinz Klupsch (CDU, Irsch), Horst Freischmidt (CDU, Kernscheid), Jürgen Plunien (CDU, Mariahof), Petra Block (CDU, Olewig) und Christoph Schnorpfeil (CDU, Zewen).

Die meisten Kandidaten Drei Stadtteile halten den Rekord für die meisten Bewerber, es sind jeweils fünf. In Kürenz treten an: Bernd Michels (CDU) als amtierender Ortsvorsteher, Stefan Wilhelm (SPD), Marc-Bernhard Gleißner (Die Linke), Tobias Kunterding (FDP) und Ole Seidel (Die Grünen).

Als Nachfolger von Dominik Heinrich in Trier-Mitte/Gartenfeld sind diese Kandidaten im Rennen: Silvia Mayer-Stenzel (SPD), Milena Fatima Meß (Die Linke), Norbert Freischmidt (CDU), Isabelle Marie Kulle (FDP) und Michael Düro (Die Grünen).

Ein ebenfalls hart umkämpftes Feld ist Trier-Nord. Hier sind dabei: Amtsinhaber Christian Bösen (CDU), Maria de Jesus Duran Kremer (SPD), Marcel Gerike (Die Linke), Adrian Niels Assenmacher (FDP) und Dirk Löwe (Die Grünen).

Weitere anstehende Wechsel Nicht nur in Mitte/Gartenfeld tritt der Amtsinhaber nicht mehr an. Auch in Ruwer/Eitelsbach wird es einen Wechsel geben. Ortsvorsteherin Monika Thenot (CDU) steht nicht mehr zur Wahl, es kandidieren Christiane Probst, Fraktionschefin der UBT im Stadtrat, und Karl Schlimpen (SPD).

Die Duelle In sieben Stadtteilen wird der Amtsinhaber von jeweils nur einem Neubewerber herausgefordert. In Ehrang/Quint will Hans-Werner Knopp (SPD) den amtierenden Ortschef Berti Adams (CDU) ablösen. In Euren muss sich Hans-Alwin Schmitz (UBT) gegen Jörg Snijder (parteilos, unterstützt von der CDU) verteidigen. In Feyen/Weismark fordert Sabine Schulz-Gerhard (CDU) Amtsinhaber Rainer Lehnart (SPD) heraus. In Filsch tritt Neubewerber Gerhard Franzen (UBT) gegen Joachim Gilles (FDP) an. In Heiligkreuz bewerben sich Ortsvorsteher Theodor Wolber (CDU) und Hanspitt Weiler (nominiert von SPD und Grünen). In Pfalzel muss sich Ortschefin Margret Pfeiffer-Erdel (UBT) mit Dietmar Mattes (SPD) auseinandersetzen. West/Pallien erlebt das Duell zwischen Amtsinhaber Horst Erasmy (CDU) und Marc Borkam (SPD).

Weitere Herausforderungen: In Trier-Süd wird Ortsvorsteherin Jutta Föhr (SPD) wieder antreten. Jürgen Dietzen (CDU), Yvonne Rosenbauer (FDP) und Nicole Helbig (Die Grünen) fordern sie heraus. In Tarforst ist Amtsinhaber Werner Gorges (CDU) wieder dabei. Seine Herausforderer sind Anne Weines (SPD) und Wolfgang Schaab (FDP).