"Das Übel beseitigen"

TRIER-HEILIGKREUZ. Der Ortsbeirat plädierte in seiner jüngsten Sitzung dafür, dass für die Aulbachbrücke schnellstmöglich eine Planung für ein neues Brückenbauwerk angegangen wird. Schwer wiegende Folgen befürchtet der Rat, würde das Projekt erst für 2010 angepeilt.

Kein polemisches Geplänkel, sondern Sacharbeit stand auch bei dem schwierigen Thema wie der geplanten Änderung des Stadtbus-Fahrplans und deren Auswirkungen auf den eigenen Stadtteil im Vordergrund der Sitzung. Wenn Ortsvorsteherin Elisabeth Ruschel verhindert ist (befindet sich in Kur), heißt es: Frau vertritt Frau, denn eine "All-Ladys-Crew" gibt es längst nicht überall in der Trierer Kommunalpolitik. So lag es diesmal an Beate Steinke, die jüngste Ortsbeiratssitzung in der Mehrzweckhalle der Grundschule zu leiten. An der Stellungnahme lang "gefeilt"

Keineswegs auf die leichte Schulter nahmen die Heiligkreuzer Ratsfrauen und -männer den für Januar 2007 geplanten Fahrplan der Trierer Stadt(werke)-Busse, sondern machten sich richtig Arbeit, wie damit umgegangen werden soll. "Gefeilt" wurde lange an dem Wortlaut der Stellungnahme, beziehungsweise eines Antrags des Ortsbeirats an die Stadtwerke. Immer wieder tauchte die höhenbegrenzte Aulbachbrücke als "Grundübel" des leidigen Themas auf (der TV berichtete mehrfach). Ganz wichtig für die Heiligkreuzer Kommunalpolitiker ist daher die Aufforderung an die Stadt ("Wunsch und Wille"), schnellstmöglich die Planung eines neuen Brückenbauwerks in Gang zu setzen. Schwer wiegende Folgen befürchtet der Rat, würde das Projekt erst für 2010 angepeilt. Sofortiges Handeln sei vonnöten. Befürchtungen aus der Ratsmitte, mit einer neuen Brücke könnte auf einmal eine völlig andere Situation entstehen (etwa Totalsperrung auch für PKW, andere Trasse), trat der Vertreter des Stadtplanungsamts entgegen. Zum angepeilten neuen Fahrplan ab Januar 2007 forderte der Ortsbeirat in einem "klaren Bedürfnis" die Stadtwerke auf, bei der Linie zwei den Status quo beizubehalten sowie bei der Linie fünf (von Trier-Nord kommend) den Stadtteil nicht über die Weberbach-Straße, sondern im Zentralverbund über den Nikolaus-Koch-Platz anzubinden (Im Hopfengarten in Heiligkreuz). Massiv wehren würde sich Heiligkreuz, sollten "Bernardstraße" und "An der Ziegelei" ausgedünnt werden. Mehrfach wurde die Ratssitzung "geöffnet" (und wieder geschlossen), um Wortmeldungen aus dem Kreis der Zuhörer zuzulassen. Des einen Freud', des anderen Leid: Massive Beschwerden brachten Anwohner der Straße "Im Hopfengarten" über die Zunahme des Schwerverkehrs in bislang noch nie dagewesenem Umfang vor. Zwischen fünf und 18 Uhr habe man 70 Busse an einem Tag gezählt, so eine Anwohnerin. Der "schönste Tagesordnungspunkt" (Beate Steinke) dann zum Schluss: Ob bei der zustimmenden Beratung über einen "Zuschuss von 3000 Euro für die Cusanus-Schule" einst die Hand gehoben worden sei von den Ratsmitgliedern, lautete die Frage? Da dies nicht zweifelsfrei zu klären war, wurde noch einmal abgestimmt, um allem aus dem Weg zu gehen. Bei dem Votum hoben alle Ratsmitglieder ihre Hand.

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