Daumen hoch für "Brot und Spiele"

"Brot und Spiele" hat Zukunft: Gegen die Stimmen der Grünen und der FDP beschloss der Rat die Finanzierung des Römerspektakels 2008 und erhöhte den städtischen Anteil für 2007 um 27 000 Euro.

Trier. (jp/fcg) Gladiatoren schwingen die Schwerter, Legionäre exerzieren, das Volk brüllt "Ave": Vom 15. bis zum 17. August wird die Antike in Trier wieder lebendig. Im Haushaltsplan 2008 sind 323 000 Euro veranschlagt, der Eigenanteil der Stadt Trier beträgt 50 000 Euro. Die Grünen lehnten den Beschluss ab, weil sie das Thema "Brot und Spiele" nicht der Kultur, sondern der Wirtschaftsförderung zugeordnet sehen. Die FDP ist mit der inhaltlichen Struktur nicht einverstanden.Planung und Durchführung des Spektakels werden wie immer von der Medienfabrik Trier übernommen. Der Rat hat "Brot und Spiele" in die mittelfristige Finanzplanung bis 2010 aufgenommen.Noch arbeitet die Medienfabrik am genauen Programm. Einige Eckpunkte stehen dennoch bereits fest. Die Tavernenlandschaft im Palastgarten, die spielerische Vermittlung der Details des römischen Alltagslebens, die antiken Handwerker, die Legionärsgruppen und natürlich als Höhepunkt die Gladiatorenkämpfe im Amphitheater werden "Brot und Spiele" prägen. Das Römerlager mit der Zeltlandschaft auf der Palästra wird mit Gauklern, Märchenerzählern, Theateraufführungen und den Kampfübungen der Legionäre wieder jede Menge Besucher anziehen.Der Stadtrat hat ferner einstimmig beschlossen, die Satzung über die Benutzung der Stadtbibliothek zu ändern. So dürfen künftig Besucher ab 12 Jahren das Internet nutzen. Ebenso einstimmig wurde eine Erhöhung der Eintrittspreise bei den Antikenfestspielen beschlossen, im Schnitt um vier bis fünf Euro. Eine kurze Debatte gab es noch über die bereits seit längerem diskutierte Abschaffung des Bücherbusses. FDP und Grüne erläuterten noch einmal die Gründe, die aus ihrer Sicht dagegen sprechen. Doch CDU, UBM und SPD beschlossen mehrheitlich.Nach der Feststellung der Jahresrechnung 2006, dem ein Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt und der Rechenschaftsbericht für das Haushaltsjahr 2006 zugrunde liegen, wurde Oberbürgermeister Klaus Jensen, Bürgermeister Georg Bernarding und den Dezernenten Simone Kaes-Torchiani und Ulrich Holkenbrink Entlastung erteilt.