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Dehoga: Haumann-Kritiker legen Berufung ein

Kostenpflichtiger Inhalt: Streit geht weiter : Dehoga: Haumann-Kritiker legen Berufung ein

Die Kritiker von Dehoga-Präsident Gereon Haumann wollen gegen ein Urteil des Landgerichts Bad Kreuznach Berufung einlegen. Das kündigte Sprecher Matthias Ganter im Gespräch mit unserer Zeitung an.

Die überwiegend aus der Region Trier stammenden Kläger seien der Überzeugung, dass die Begründung des Landgerichts nicht im Einklang stehe mit der Auffassung des Bundesgerichtshofs.

Das Landgericht Bad Kreuznach hatte im Dezember entschieden, dass die Beschlüsse für eine längere Amtszeit des rheinland-pfälzischen Landeschefs des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Gereon Haumann, rechtens waren. Es ging in dem Verfahren unter anderem um Beschlüsse der Delegiertenversammlung des Dehoga von August 2018. Dabei war entschieden worden, die ohnehin schon bis 2021 laufende Amtszeit Haumanns um weitere acht Jahre bis 2029 zu verlängern.

Das Gericht entschied, die Beschlüsse hätten zwar grundsätzlich gegen die Satzung verstoßen. Sie seien aber mit einer satzungsändernden Mehrheit von über zwei Dritteln erfolgt. Es handele sich daher um sogenannte „satzungsbrechende Beschlüsse“. Nach Auffassung der Richter handelte es sich nicht um eine vorzeitige Amtszeitverlängerung, sondern eine vorzeitige Wahl für die Zeit von 2021 bis 2029.

Einige der Kläger sind mittlerweile aus dem Verband ausgetreten, einer wurde ausgeschlossen und wehrt sich dagegen in einem separaten Verfahren. Hier wurde laut Gericht noch kein Termin bestimmt.

Der Justiziar des Dehoga-Landesverbandes, Rolf Bietmann, räumt der Berufung keine Erfolgsaussichten ein. „Der Dehoga Rheinland-Pfalz sieht dem Verfahren gelassen entgegen“, meinte auch Landesgeschäftsführerin Anna Roeren-Bergs. Der Dehoga Rheinland-Pfalz hat seinen Sitz in Bad Kreuznach. Er vertritt nach eigenen Angaben rund 5000 Gastgewerbe-Betriebe im Land.