Demo und Gegendemo verlaufen friedlich

Demo und Gegendemo verlaufen friedlich

Eine Versammlung der rechtsextremen NPD ist am Samstag in Trier ohne Zwischenfälle verlaufen. Elf Anhänger der rechtsextremen Partei hatten sich auf dem Bahnhofsvorplatz zu einer Kundgebung getroffen. Ihnen standen am Gedenktag für die Opfer der Pogromnacht am 9. November 1938 etwa 50 Gegendemonstranten gegenüber.

Trier. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, haben sich am Samstagachmittag gegen 15.40 Uhr elf Anhänger der NPD am Bahnhofsvorplatz versammelt. Bei der Kundgebung trafen die Anhänger der rechtsextremen Partei auf 50 Gegendemonstranten. Zu Zwischenfällen kam es dabei nach Angaben der Polizei nicht. Um kurz nach 17 Uhr waren die Kundgebungen beendet. Die Stadt Trier hatte zuvor versucht, die NPD-Kundgebung am Gedenktag für die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu verhindern, weil der Gedenktag höher einzuordnen sei als das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit.
Allerdings hatte das Verwaltungsgericht Trier, wie im Jahr zuvor, am Freitag das Verbot mit der Begründung aufgehoben, eine Versammlung könne nicht deshalb ganz verboten werden, weil sie an einem Gedenktag wie dem 75. Jahrestag der Pogromnacht stattfinde. Am Vormittag hatten Gegner der NPD-Demo an Geländern oberhalb der Felswand in Trier-Pallien ihrem Unmut Luft gemacht. Auf weithin sichtbaren Lettern war "Nazis raus!" zu lesen. j.e.

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