Den Bürgern fehlen Anreize für Tourismusentwicklung

Den Bürgern fehlen Anreize für Tourismusentwicklung

PFALZEL. (gsb) Im Stadtteil Pfalzel wurde der Entwurf des Stadtteilrahmenplans knapp 20 interessierten Bürgern vorgestellt. Hauptthemen waren der Lärm- und Immissionsschutz. Aber auch der Zustand der Straßen oder die Situation des Einzelhandels bewegt die Pfalzeler.

Simeon Friedrich vom Stadtplanungsamt Trier stellte mit Hilfe eines fotografischen Rundgangs die Stärken und Schwächen im Stadtteil heraus. Positiv werden folgende Punkte bewertet: Pfalzel mit dem historischen Ortskern und der Wallmauer als touristischer Attraktion, die Lage am Moselufer, eine intakte Nahversorgung, die Bahnanbindung, der Anschluss an den Moselradweg und das Angebot an Sport- und Spielplätzen. Negativ werden von Bürgern die Lärmquellen empfunden, die aus drei verschiedenen Bereichen (Autobahn, Bahn und Industriegebiet) stammen. Als mangelhaft werden auch das wilde Parken, die fehlende touristische Infrastruktur und die direkte Nachbarschaft zum Industriegebiet bewertet. Ebenfalls ein Schwachpunkt: Die Ortseinfahrten. Denkbar, so Ortsvorsteher Werner Pfeiffer, sei beispielsweise die Umgestaltung des Pfalzeler Sterns in einen Kreisverkehr. Derzeit laufen dort Verlegearbeiten für Gas- und Wasserrohre im Zusammenhang mit der Erschließung des neuen Baugebiets. Oberste Priorität soll im Stadtteilrahmenplan das Thema Staub- und Lärmimmissionen einnehmen. Friedrich stellte die Schlüsselprojekte des Planentwurfs vor, die größtenteils auf Vorschläge aus dem Bürgergutachten von 2004 zurückgehen. Um vorhandene Stärken auszubauen, sollen die Plätze von Pfalzel attraktiver gestaltet und die Wallmauer erschlossen werden. Zur Förderung der vorhandenen Nahversorgung sei der Zusammenschluss der Pfalzeler Händler denkbar. Um das Moselufer touristisch interessanter zu machen, komme die Errichtung einer Anlegestelle für Privatboote in Frage. Handlungsbedarf sehen die Bürger im Bau von Lärmschutzwällen sowie einer Aufforstung des Pfalzeler Wäldchens, um eine natürliche Pufferzone zwischen Industrie- und Wohngebiet zu haben. Auch die Sanierung der Pfalzeler Straßen wird von Pfalzeler Bürgern gewünscht. In der Tat ist der Zustand vieler Straßen augenfällig schlecht und immer wieder Thema im Ortsbeirat. Ebenfalls im Planentwurf enthalten sind das Wiedererrichten des Stadttores und der Bau des Bahnhaltepunktes Mäusheckerweg. Während Ortsvorsteher Werner Pfeiffer von einem "gelungenen Vortrag" sprach, der die Anregungen der Bürger aufgenommen habe, blieb freilich offen, wie die Ideensammlung finanziell und zeitlich in die Realität umgesetzt werden kann. Allerdings seien jetzt alle Entwicklungsmöglichkeiten des Stadtteils auf einen Blick erkennbar, meinte Friedrich. Anregungen zum Planentwurf an Simeon Friedrich, Telefon 718-2615.

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