Den Hauptfriedhof als ein Stück Trierer Kultur erlebt
Trier · Den Trierer Hauptfriedhof, der schon zu Zeiten Napoleons angelegt worden ist, haben sich auf Einladung der SPD AG 60 plus über 60 interessierte Senioren angesehen und über die Parkanlage informiert.
Trier. Eingeladen zur Führung über den Trierer Hauptfriedhof hatte die SPD AG 60 plus, Kreisverband Trier-Saarburg. Vorsitzender Bernard Bölinger konnte über 60 Menschen aus dem Landkreis und der Stadt Trier am Eingang Herzogenbuscher Straße begrüßen. Heinz Tholl vom städtischen Grünflächenamt übernahm die Führung, die dann in der alten Kapelle begann. Hier gibt es den ersten Raum in Trier für die Zwecke der Gerichtsmedizin zu besichtigen.
Mit hohem Sachverstand und viel Herzblut führte Tholl die große Teilnehmergruppe gekonnt durch die Parkanlage des Hauptfriedhofs. In Napoleons Zeiten angelegt, ist die Anlage nunmehr zu einer beachtlichen Größe gewachsen. Über 1600 Bäume wachsen im Park und müssen betreut werden.
Zu sehen gibt es schöne alte Grabdenkmäler von Trierer Familien, die man zum Teil auch wieder mieten kann, besondere Abteilungen wie zum Beispiel deutsche und russische Kriegsgräber, eine Beerdigungsstätte für die jüdische Kultusgemeinde, die moslemische Abteilung, Ehrengräber, das Urnenfeld sowie Felder für anonyme Urnenbestattungen.
So erfüllt diese alte Anlage heute mit viel Engagement der Beschäftigten und der städtischen Verwaltung seine vielfältigen Aufgaben und Ansprüche an die moderne Bestattungskultur.
Rundum, ein Stück Trierer Kultur, dessen Besichtigung sich immer lohnt, auch wenn man den eigenen "Liegeplatz" noch möglichst lange nicht einnehmen möchte. Entsprechend lebendig ging es dann für die Teilnehmer zur letzten Station des Nachmittags, nämlich ins Romikulum in der Metternichstraße, zum gemütlichen Beisammensein. red