Den Nazi-Terror überlebt

Die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Zeitzeugin ermöglicht eine Veranstaltung der VHS Trier: Mit Marianne Elikan kommt eine der letzten Überlebenden der Trierer Juden-Deportationen zur Vorstellung eines Buches, das ihre Geschichte erzählt.

Trier. Marianne Elikan wurde als Kind 1942 aus Trier verschleppt, überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt, kam nach dem Ende der Nazi-Barbarei nach Trier zurück, wo sie fast sechzig Jahre lebte. Seit 2003 verbringt sie ihren Lebensabend in Saarlouis.

Dass sie ihre Leidenszeit im Vernichtungslager minutiös in einem Tagebuch festhielt, dass sie Briefe und Gedichte aus der Verfolgung aufgehoben hatte, blieb der Öffentlichkeit verborgen. Bis es der Trierer Historiker Thomas Schnitzler übernahm, ihre Aufzeichnungen, samt kommentierter Biografie und einem historischen Glossar herauszugeben.

Das Buch "Das Leben ist ein Kampf. Von Trier nach Theresienstadt" erscheint in den nächsten Tagen. Erst vor wenigen Monaten hat sich Marianne Elikan dazu entschlossen, einer Veröffentlichung ihrer Erinnerungen zuzustimmen. Am 1. Oktober wird das Buch um 20 Uhr im Vortragssaal der VHS am Domfreihof vorgestellt. Marianne Elikan wird selbst zu dieser Veranstaltung im Rahmenprogramm der Anne-Frank-Ausstellung kommen.

Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Ausstellung mit dem Titel "Theresienstädter Memoriensammlung" in der Bibliothek im Palais Walderdorff eröffnet. Sie zeigt die Original-Tagebücher, Dokumente, Bilder, Erinnerungsstücke und Objekte aus dem Alltagsleben in Theresienstadt.

Der Eintritt ist frei.