Den Vergleich nie gescheut

Die seit Jahren vom Verein Ruwer-Riesling angebotene Weinprobe im Bürgerhaus erfreut sich immer wieder großer Beliebtheit. Auch in diesem Jahr brauchten über 150 Weinfreunde ihr Kommen nicht zu bereuen.

 Sie zeigten sich bei der Vergleichsweinprobe in Kasel als ein gutes Team: Bernward Keiper, Isabell Himbert, Martina Kreber, Florian Busch und Mathias Knebel. TV-Foto: Dietmar Scherf

Sie zeigten sich bei der Vergleichsweinprobe in Kasel als ein gutes Team: Bernward Keiper, Isabell Himbert, Martina Kreber, Florian Busch und Mathias Knebel. TV-Foto: Dietmar Scherf

Kasel. Warm war es im Bürgerhaus. Der Schweiß rann allen schon vor dem ersten getrunkenen Tropfen über die Stirn. Doch die Weinfreunde wissen: "Auch bei diesen heißen Temperaturen ist ein leichter Riesling mit sieben Prozent Alkohol ein idealer Durstlöscher." Vorsitzender Bernward Keiper: "Bei diesen Temperaturen steigt der Alkohol allerdings schneller in den Kopf." In diesem Jahr, es war die 18. Weinprobe dieser Art, wurde der Ruwer-Riesling mit Erzeugnissen von Spitzenbetrieben der Terrassenmosel verglichen. Die Grundidee war damals schnell geboren, denn der Verein Ruwer-Riesling wollte sich nicht im eigenen Tal abschotten und immer nur den eigenen Wein anbieten. "Wir scheuen den Vergleich mit anderen Anbaugebieten nicht und laden deshalb zu diesen besonderen Proben ein. Dazu haben wir uns nie leichte Gegner ausgesucht", erklärte Keiper. Den unterhaltsamen und informativen Abend kommentierten Florian Busch vom Weingut Clemens Busch aus Pünderich und Mathias Knebel vom Weingut Reinhard und Beate Knebel aus Winningen. Vorsitzender Bernward Keiper begrüßte zu der Weinprobe neben den vielen Gästen auch die Ruwerweinkönigin Isabell I. und ihre Prinzessin Martina. "Die beiden Weinhoheiten sind nun inzwischen ein Jahr im Amt. Sie haben sich zu Profis im Weinmarketing entwickelt", lobt Keiper. Die hohe Qualität aus den beiden Anbaugebieten sei auf eine starke Winzerelite zurückzuführen, die sich in den letzten Jahren herausgearbeitet hätte. Die Ruwer-Gewächse fielen bei der Probe durch ihre filigrane Art und den langen brillanten Abgang auf. Es wurde klar, dass der Riesling ein Botschafter für die Ruwer ist, an der unverwechselbare Weine hergestellt werden.Die Winzertanzgruppe Ruwertal aus Waldrach kredenzte insgesamt 23 verschiedene Weine. Sie kamen sowohl aus Eitelsbach, Mertesdorf, Kasel und Waldrach, aber auch aus Gondorf, Poltesdorf, Winningen und Pünderich. Den Hochgenuss gab es am Schluss. Und da waren die Ruwerweine mit einer 2005er Auslese aus der Lage Eitelsbacher Marienholz vom Weingut Hutmacher (Eitelsbach), einer 2006er Auslese vom Maximin Grünhäuser Herrenberg vom Weingut von Schubert (Mertesdorf) und einer 2005er Beerenauslese aus dem Waldracher Sonnenberg vom Weingut Heinrich Mertes (Waldrach) unter sich. Der Ruwer-Riesling e.V. ist ein emsiger Verein. Aufgrund der bisherigen Aktivitäten und attraktiven Programmpunkte konnte er die ursprüngliche Mitgliederzahl von 45 auf über 350 steigern. Mitglieder sind nicht nur die qualitätsorientierten Winzer mit Lagenbesitz an der Ruwer, sondern auch namhafte Weingüter und renommierte Spitzenweingüter. Darüber hinaus setzt sich die Mitgliedschaft aus den weinbautreibenden Gemeinden und aus einer Vielzahl von einheimischen und auswärtigen Weinfreunden aus dem In- und Ausland zusammen. Mehr Infos unter www.ruwer-riesling.eu

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