Der Autor kennt kein Erbarmen

Der Autor kennt kein Erbarmen

Der Luxemburger Autor Max Graf lässt seinen neuen Krimi im Rotlichtmilieu spielen, er thematisiert dabei Menschenhandel und Prostitution. Die Spuren führen nach Rumänien - und auch nach Trier.

Trier/Grevenmacher. Autor Max Graf lehnt sich in seinem neuesten Werk "Grauenstein" weit aus dem Fenster und kennt auch im klerikalen Umfeld kein Erbarmen.

Das Buch: Grausiger Fund in Luxemburg, Versuch der Spurenbeseitigung in der Mosel bei Trier, Menschenhandel und Prostitution: "Grauenstein" ist im Stephan Moll Verlag erschienen, hat 374 Seiten und ist für 11,50 im Buchhandel erhältlich.

Die Handlung: Was haben der Trierer Domstein und der Grauenstein bei Grevenmacher gemeinsam? Beide hat der Legende nach der geprellte Teufel wütend in die Gegend geschleudert. Solche und andere Legenden haben es Max Graf angetan, und um sie ranken sich seine Kriminalromane, wobei er reale Fälle geschickt damit verwebt.
Ein skelettierter Fuß beim Grauenstein bei Grevenmacher. Wem hat er gehört? Wo ist der Rest? Eine knifflige Aufgabe für Kommissar Weber und Assistent Max. Eine Spur führt zu Mädchenhändlern nach Rumänien, eine zweite ins Trierer Rotlichtmilieu. Ein totes rumänisches Mädchen wird aus der Mosel geborgen. Bleibt noch die Täterfrage. Und hier macht Graf einen unerwarteten Schlenker. "Müssen wir nach Rom fahren, um letzte Gewissheit zu erlangen?", lässt er seinen Assistenten fragen.

Der Autor: Max Graf ist Tierarzt im luxemburgischen Grevenmacher. Da er nicht über ein TV-Gerät verfügt, vertreibt er sich die Zeit mit Bücherschreiben. Ausgleich und Entspannung, besonders zu ruhigen Nachtstunden. Mittlerweile hat er mehrere Krimis veröffentlicht, der dritte "Weber" ist fast fertig und ein vierter bereits in Arbeit. Im vorliegenden Fall hat sich nach der Veröffentlichung tatsächlich ein ähnlich mysteriöser Mord an einer rumänischen Prostituierten
in Luxemburg ereignet.

Leseprobe: "Der Heilige Rock also hat dich zu mir geführt, mein Sohn." Der Pfarrer lächelte milde. "Und was genau möchtest du von mir erfahren, mein Sohn?" Würde es Ihnen viel ausmachen, mich nicht mit Mein Sohn anzureden, Vater? Du darfst mich duzen." Der Mann in Schwarz hielt einen Augenblick lang inne. "Aber nur, wenn du mich nicht Vater nennst", sagte er dann. "Geht klar." Der Kommissar ließ ein Lächeln erkennen, wenn auch nur ein schwaches. "Was halten Sie, hältst du von dieser Reliquie? Mein Verstand sagt mir, dass das Schwachsinn ist."

Das sagt der Autor: Wir haben Max Graf gebeten, folgende Sätze zu vervollständigen:
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ...
... es mir Spaß gemacht hat.
Das Besondere daran ist ...
... dass die Fiktion von der Wirklichkeit eingeholt wird.
Auf jeden Fall lesen sollte es ...
... wer sich traut, Parallelen zum Tatsächlichen zu ziehen. hek

Mehr von Volksfreund