Der besondere Auftrag feiert Geburtstag

Der besondere Auftrag feiert Geburtstag

TRIER. (mhf) Die Ökumenische Sozialstation Trier e. V. begeht in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) und Triers Bürgermeister Georg Bernarding (CDU) gratulierten und lobten die wichtige und hervorragende Arbeit.

Ministerin Dreyer nannte die Trägerschaft beider Kirchen "ein schönes Signal für die Ökumene". Der Anspruch der Gesellschaft an die ambulante Pflege sei sehr stark gestiegen und besonders seit Einführung der Pflegeversicherung vor zehn Jahren habe es eine rasante Entwicklung gegeben. Aber auch in Zukunft seien Reformen notwendig. Stichworte seien hierbei die Dynamisierung der Leistungen, die Erweiterung des Pflegebegriffes und die Abrechnung nach sogenannten Zeiteinheiten, so Dreyer weiter. "Ich bin gespannt, was die nächsten 25 Jahre bringen werden." Die Ökumenische Sozialstation wurde 1981 als zweite Sozialstation in Trier gegründet. Gemeinsame Träger sind das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Trier sowie die katholischen Pfarrgemeinden im Einzugsgebiet und der Caritasverband für die Region Tier. Es sei ein besonderes Anliegen der Stadt Trier, der Bevölkerung in schwierigen Lebenslagen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Dazu trage die Ökumenische Sozialstation als ein wichtiger Knotenpunkt des sozialen Netzes entschieden bei, lobte Bürgermeister Bernarding das jahrelange Engagement. Das Angebot reicht von Behandlungs- und häuslicher Krankenpflege über hauswirtschaftliche Hilfe und Beratung bis hin zum Mahlzeitendienst "Essen auf Rädern". Von Anfangs sieben Beschäftigten ist die Zahl im Laufe der Jahre kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile sorgen 51 Mitarbeiter dafür, dass die angebotenen Hilfen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr in Anspruch genommen werden können. Pfarrer Josef Schönborn nannte die Pflege der Kranken und Hilfsbedürftigen "einen besonderen Auftrag beider Kirchen" und Superintendent Christoph Pistorius unterstrich die Wichtigkeit des Sozialdienstes, der in der heutigen Gesellschaft dem menschenverachtenden Gerede von "Ballastexistenzen" und "sozialverträglichem Frühableben" die Nächstenliebe Christi entgegenstelle.