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Der Blick richtet sich auf die Opfer - Der erste Trierer Sicherheitstag hinterfragt Folgen von Straftaten

Der Blick richtet sich auf die Opfer - Der erste Trierer Sicherheitstag hinterfragt Folgen von Straftaten

Ein prall gefülltes Programm im Zeichen der Kriminalitätsbekämpfung: Das bietet der erste Trierer Sicherheitstag, der am Montag, 14. Juli, im Kurfürstlichen Palais angeboten wird. Experten und Organisationen bieten Informationen - besonders zum Thema Opferschutz.


Trier. 20 Jahre ist es her, dass sich der Kriminalpräventive Rat der Stadt Trier gegründet hat. Dieser hat das Ziel, Menschen vor Straftaten zu schützen und Täter frühzeitig von Verbrechen abzuhalten. In diesem Jahr erweitern das Polizeipräsidium und die Stadt das Angebot - und veranstalten den ersten Trierer Sicherheitstag.
Am Montag, 14. Juli, können sich Bürger im Kurfürstlichen Palais der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) über Themen der Kriminalitätsbekämpfung informieren. In erster Linie geht es um die Opfer von Straftraten. Etliche Experten beraten darüber, wie betroffene Menschen den Einschnitt einer Straftat erleben, verarbeiten und wie sie unterstützt werden können. Opferschutzorganisationen bieten an Ständen weitere Hintergründe und Tipps für die Besucher.
Das umfangreiche Informations- und Beratungsangebot starten Oberbürgermeister Klaus Jensen und Polizeipräsident Lothar Schömann ab 12 Uhr. Bis 17.30 Uhr informieren Fachleute im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais über Aspekte des Opferschutzes. Auch die Opfer einer Straftat berichten über ihre Erfahrungen und das Leben danach. In Trier sind das die beiden Frauen Susanne Leinemann und Maria Bambach. Die Reporterin Leinemann wurde am 29. April 2010 in Berlin von mehreren Jugendlichen überfallen und lebensgefährlich verletzt. Sie hat ihre Erlebnisse im Magazin der Wochenzeitung Zeit veröffentlicht und wurde dafür mit dem Henri-Nannen-Journalistenpreis ausgezeichnet.
Auf dem "Markt der Möglichkeiten" im Foyer erläutern Opferschutzorganisationen und Hilfseinrichtungen ihre Arbeit und bieten Hilfe an. Antworten auf Besucherfragen geben der Weiße Ring, das Psychotrauma Netzwerk, die Interventionsstelle Trier, der Kriminalpräventive Rat der Stadt Trier, das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Frieden sowie die Zentrale Prävention der Polizei.
Über ihre Arbeit wird auch die neue Opferschutzbeauftragte der Polizei Trier, Jennifer Schmidt, sprechen. Ein Grußwort spricht Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Idee des Sicherheitstages wird durch eine Kooperation mit den Trierer Justizbehörden, der Bundespolizeiinspektion, der Universität, der Hochschule, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit und der City-Initiative unterstützt. Dieser soll zukünftig in jedem Jahr ausgetragen werden und Themen zur Kriminalitätslage behandeln. red
polizei.rlp.de/pptrierExtra

Der erste Trierer Sicherheitstag am Montag, 14. Juli, im Überblick: 12 Uhr: "Markt der Möglichkeiten" im Foyer der ADD. 13 Uhr: Begrüßung durch Dagmar Barzen (ADD), Oberbürgermeister Klaus Jensen und Polizeipräsident Lothar Schömann. 13.15 Uhr: Vortrag über Opfererfahrung von Susanne Leinemann und Maria Bambach. 14 Uhr: Grußwort von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. 14.30 Uhr: "Der Opferschutz im Strafverfahren" (Prof. Dr. Mark Zöller, Universität Trier). 15 Uhr: "Rechtsmedizinische Begutachtung kindlicher Opfer" (Dr. Bianca Navarro-Crummenauer, Mainz). 15.45 Uhr: Vortrag von Karl-Heinz-Weber, Weißer Ring. 16.15 Uhr: "Täter-Opfer-Ausgleich" von Benjamin Gehlen (Staatsanwaltschaft Trier) und Elke Hoffmann (AG Starthilfe). 16.35 Uhr: "Trauma-Ambulanz im Brüderkrankenhaus" (Dr. Birgit Albs-Fichtenberg). 16.55 Uhr: "Klinische Hilfe für Opfer" (Dr. Peter Locher, St. Elisabeth Krankenhaus Wittlich). 17.25 Uhr: Schlusswort. red