Der Chorgesang im Land lebt

Die Vertreter von 26 Kreis-Chorverbänden aus dem gesamten Land sind der Einlandung des Chorverbandes Rheinland-Pfalz zur Arbeitstagung in die Mehrzweckhalle nach Kenn gefolgt.

Kenn. "Die Zusammenarbeit zwischen dem Landesmusikverband und dem Chorverband Rheinland-Pfalz wird seit längerer Zeit gepflegt", sagte Landrat Günther Schartz, zugleich Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz, bei der Arbeitstagung in der Mehrzweckhalle Kenn vor 80 Delegierten aus den 26 Kreis-Chorverbänden aus ganz Rheinland-Pfalz. Schartz bedankte sich für die herausragende notwendige Offenheit bei dieser Partnerschaft. Beide Verbände hätten die gleichen Probleme.
Es stelle sich die Frage, wie man auf die Jugendlichen und die Migranten zugehen solle. In der Zielgruppenansprache sieht Landrat Schartz eine wichtige Aufgabe der Verbände für die Zukunft. Daher sei es wichtig, die angedachte Kooperationsvereinbarung zwischen den Verbänden auf den Weg zu bringen. Grußworte sprach auch Ewald Follmann als Vorsitzender des Kreis-Chorverbands Trier-Saarburg. Zu Beginn der Tagung präsentierten die Sänger des Reinsfelder Chorschattens einige gelungene Kostproben aus ihrem Repertoire.
Nach den Tätigkeitsberichten der einzelnen Vorstandsmitglieder standen im Tagesablauf Referate zu den Themen "Was kann Chorjugend leisten?" sowie "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" auf dem Programm. Dem Chorverband des Landes gehören derzeit 1700 Chöre mit mehr als 45 000 Sängern an. Auf die rund 10 000 jugendlichen Mitglieder ist der Verband besonders stolz.
Die beiden Kenner Chöre und der Kreis-Chorverband Trier-Saarburg hatten die Tagung bestens vorbereitet. Die rund 80 Delegierten waren sich nach der Sitzung einig: "Der Chorgesang lebt." Der Präsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Karl Wolff, sagte trotzdem: "Es gibt viel zu tun, packen wir es an."
Der Chorverband Rheinland-Pfalz sieht seine Aufgabe insbesondere in der Beratung und Betreuung der ihm angeschlossenen Vereine durch Tagungen, Seminare und Veröffentlichungen in musikfachlicher, organisatorischer und aufgabenrechtlicher Hinsicht. Dabei sei die Pflege der Musikkultur nicht nur der Erhalt des Bestehenden. Sie sei für die Sänger vielmehr ein lebendiger Prozess, in dem das Vorhandene immer wieder neu gefasst, formal verwandelt und durch sprachliche wie kompositorische Neuschöpfungen kreativ ergänzt wird. Das Land Rheinland-Pfalz, insbesondere das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützt die musikalischen Aktivitäten in vielfältiger Weise.