Der erste Poller für die Trierer City

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Die Stadt nimmt die 60 000 Euro teure Anlage in Betrieb. Beim Gesamtkonzept sollen Bürger mitreden. Dabei geht es auch um viel Geld.

Der ungeregelte Verkehr in der Fußgängerzone soll verschwinden. Automatisch absenkbare und feste Poller an allen Ein- und Ausfahrten der Verkaufsmeilen Triers werden das in ein bis zwei Jahren nach dem Willen von Stadtrat und Verwaltungsspitze sicherstellen. Wie es funktionieren könnte, zeigt seit Freitag der „Ur-Poller“, wie Baudezernent Andreas Ludwig das erste von am Ende vermutlich 19 Sperr-Elementen nennt.

Zur offiziellen Inbetriebnahme waren neben Oberbürgermeister Wolfram Leibe und den wichtigsten Beteiligten der Stadtverwaltung auch die Stadtratsmitglieder Thomas Albrecht (CDU) und Rainer Lehnart (SPD) in die Glockenstraße gekommen. Sie alle betrachteten mit Interesse, die Präsentation der Anlage.

Der erste automatische Poller für die Trierer Fußgängerzone

Der Bau sei eine komplexe Sache gewesen, erläuterte Baudezernent Ludwig. „Neben der Elektrik brauchen wir einen Kanal für das in den Schacht eindringende Wasser und einen Telefonanschluss für die drahtlose Steuerung zum Beispiel durch die Rettungsdienste.“ Zudem sorgen Induktionsschleifen vor und hinter dem mobilen Hindernis für Sicherheit bei Ein- und Ausfahrt, wobei dem Lieferverkehr nach 11 Uhr, wenn der Poller hochgefahren worden ist, lediglich die Ausfahrt möglich ist.

Mit rund 60 000 Euro liegen die Kosten fast 15 000 Euro über den ersten Kostenschätzungen. Die komplizierten Tiefbauarbeiten und zusätzliche ergänzende Pflasterarbeiten werden dafür als Begründung genannt.

Die Protagonisten für das Thema im Stadtrat sind Thomas Albrecht (CDU) und Rainer Lehnart (SPD; rechts). Oberbürgermeister Leibe (links) und Baudezernent Ludwig überreichen aus diesem Anlass eine besondere Erinnerung. Foto: Rainer Neubert

Das favorisierte Poller-Konzept sieht eine Variation unterschiedlicher Sperren vor. Neun automatische Poller, vier halbautomatische Poller und sechs dauerhafte bauliche Blockaden würden demnach die Zu- und Abfahrten regulieren. Die derzeit zwölf Zufahrten würden auf sechs reduziert: Simeonstraße, Liebfrauenstraße, Konstantinstraße, Neustraße, Jakobsspitälchen und Stockplatz. Die Zahl der Ausfahrten aus der Fußgängerzone würde sich von elf auf acht verringern. Insgesamt, so die bisherigen Schätzungen, würde das etwa eine Million Euro kosten. Dieses Konzept will die Stadt im kommenden Jahr in einer Bürgerbeteiligung diskutieren.