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Der Glücksfall von der Biewerer Kirmes

Der Glücksfall von der Biewerer Kirmes

Vor 65 Jahren haben sich Johann und Christel Dillenburg bei der Kirmes in Biewer kennengelernt. Seit 60 Jahren sind sie verheiratet. Das wurde nun mit ihrer Diamantenen Hochzeit gefeiert.

Trier-Pfalzel. Die Treppen bis in den dritten Stock ihrer Wohnung in Pfalzel meistern Johann (86) und Christel Dillenburg (83) noch ohne Probleme. Und auch in ihrer Ehe ist ihnen keine Hürde zu hoch gewesen: Seit 60 Jahren sind sie verheiratet. Zur Diamantenen Hochzeit gratulierten auch Bürgermeisterin Angelika Birk und Pfalzels Ortsvorsteher Werner Pfeiffer.
Als Christel Dillenburg 1947 auf die Kirmes in Biewer ging, wusste sie nicht, dass sie dort den Mann ihres Lebens treffen würde. "Eigentlich wollte ich gar nicht auf die Kirmes", erinnert sich die 83-jährige Rentnerin, "doch meine Freundin bestand darauf!"
Immer wieder erzählte sie ihr von "einem ganz lieben Kerl". Der "liebe Kerl von der Kirmes" ist Johann Dillenburg. Fünf Jahre sehen sich die beiden nur am Wochenende. Doch ihre Liebe übersteht diese Hürde. 1952 folgt dann die Hochzeit. "Flitterwochen gab es früher nicht", erzählt das Ehepaar, "doch dafür fahren wir zwei Mal im Jahr in den Urlaub."
Während Johann Dillenburg sein Geld als Karten-Kontrolleur in Zügen verdiente, arbeitete seine Frau zunächst in der Bürgermeisterei in Pfalzel, später in den Weinbergen und schließlich viele Jahre als Hebamme.
In ihrem Leben standen oft die Kinder im Mittelpunkt. Nicht nur ihre eigenen zwei Söhne, sondern auch vier Pflegekinder. Wie hat es das Paar geschafft, so viele Jahre glücklich verheiratet zu sein?
"Gemeinsame Hobbys und Unternehmungen sind wichtig", sagt Christel Dillenburg. Zusammen besuchen sie die Treffen des Kirchenchors, des Gesangsvereins und des Karnevalsvereins. Wenn sie gerade mal nicht bei Vereinstreffen sind, werkeln sie gemeinsam im Garten oder wandern.
Als Tipp für andere Paare fügt Christel Dillenburg schmunzelnd hinzu: "Manchmal ist es auch wichtig, die Faust im Sack zu machen und nicht immer zu diskutieren!" Der Rest komme von ganz allein. saj