Der große Sanierer

Am heutigen Dienstag feiert Alfons Steinbach, der Vorsitzende des Sportkreises Trier-Saarburg, seinen 75. Geburtstag. Das Leben des Jubilars wird vom Sport geprägt.

 Wird geehrt: Alfons Steinbach.TV-Foto: Holger Teusch

Wird geehrt: Alfons Steinbach.TV-Foto: Holger Teusch

Trier. Eine Feldbahn führte auf wackligen Gleisen von der Trierer Innenstadt bis vor die Basilika St. Matthias. Der Schutt, den die zerstörerische Kraft der Weltkriegs-Bomben hinterlassen hatte, wurde weggeschafft, um Trier neu aufzubauen. Auch Alfons Steinbach gestaltete mit. Dort wo zuvor Kleingärten waren, entstand - aufgefüllt mit Sand - auf dem Schutt eine ebene Fläche. Sie wurde zu einem Sportplatz. "Wir haben die Steine, die noch rausguckten, aufgesammelt und an den Seiten Wälle errichtet", erinnert sich Steinbach. Heute parken auf dem Weltkriegsschutt Autos. Sportplätze baut der Vorsitzende des Sportkreises Trier-Saarburg aber immer noch.Es sei eine seiner Hauptbeschäftigungen, dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft ausreichend Sportstätten zur Verfügung stehen, erklärt Steinbach, der heute 75 Jahre alt wird. "Ein Vollzeit-Job", sagt seine Frau Helga und Alfons Steinbach betätigt: "Ich bin seit zwölf Jahren Rentner. Diesen Job kann nur jemand machen, der Rentner ist. Neben einer normalen Arbeit ist das unmöglich." Es geht viel um Sanierungen der in die Jahre kommenden Anlagen. Steinbach setzt sich dafür ein, dass die Vereine für ihre Baumaßnahmen finanzielle Unterstützung vom Land Rheinland-Pfalz bekommen. "Die Gelder werden durch die Eigenleistungen der Vereine vergoldet." Er ist sich sicher, dass die Mittel gut angelegt sind.Unzählige Ehrungen für sein Engagement

Das Engagement für den Sport zieht sich wie ein roter Faden durch Steinbachs Leben. Nach dem Krieg war er Mitbegründer der DJK St. Matthias, deren Ehrenvorsitzender er seit 1987 ist. 32 Jahre lang spielte er aktiv Handball, organisierte aber auch den Spielbetrieb. Von 1969 bis 1989 arbeitete er den gesamten Handballspielplan des Bezirks Mosel mit 200 Mannschaften und 2000 Sportlern aus und organisierte Hallenzeiten. "Und das alles ohne Computer", sagt Steinbach. 15-mal fiel der Jahresurlaub dieser ehrenamtlichen Tätigkeit zum Opfer.Menschlichkeit steht über allem anderen

Die unzähligen Ehrungen, die Alfons Steinbach bisher erhielt, lassen sich nicht alle aufzählen: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, Ehrenbrief der Stadt Trier, Goldene Ehrennadel des Landkreises Trier-Saarburg, Goldene Ehrenplakette des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und die Goldene Ehrennadel des Deutschen Handball-Bundes sind nur einige der Auszeichnungen über die sich Steinbach freut, weil sie ihn in seiner Arbeit bestätigen. Noch glücklicher sei aber über einen Brief, den ihn ein von einer tückischen Krankheit gezeichneter ehemaliger Sportler geschrieben habe. Mit diesem Sportler sei er immer noch in Kontakt. Die Worte symbolisierten die Menschlichkeit im Sport, sagt er. Und Menschlichkeit war und ist Steinbach als christlich geprägtem Menschen wichtig.