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Der Gütertransport auf der Mosel nimmt zu

Der Gütertransport auf der Mosel nimmt zu

Das Gütertransportaufkommen auf der Mosel ist im vergangenen Jahr gestiegen. Es lag bei 15,7 Millionen Tonnen. Diese Bilanz zieht das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA).

Trier/Koblenz. (red) Das langjährige Mittel von 15,2 Millionen Gütertonnen seit Eröffnung der Großschifffahrt auf der Saar 1988 wurde somit um 0,5 Millionen Tonnen überschritten. Gegenüber dem Jahr 2007 war sogar eine Zunahme von 800 000 Tonnen zu verzeichnen. Bis Ende Oktober waren so viele Güter transportiert worden wie nie zuvor in diesem Zeitraum. Das monatliche Gütertransportaufkommen lag zwischen 1,3 und 1,7 Millionen Tonnen. Einzig im Juni wurde nur rund eine Million Tonnen Güter transportiert. Grund war eine acht Tage währende Schleusensperre, die nötig war, um die Anlagen instand zu halten.

Wie schon in den Jahren 2006 und 2007 waren die Verkehrsbedingungen auf der Mosel dem WSA zufolge im Jahr 2008 optimal. Dank des Rheinwasserstands (Pegel Koblenz höher als 1,30 Meter) war es der Schifffahrt möglich, über das ganze Jahr mit maximaler Abladetiefe die Mosel zu befahren. Die Anzahl der geschleusten Schiffe ist entgegen dem konstant hohen Gütertransportaufkommen seit 1988 rückläufig. Grund dafür ist die Tendenz zum Bau immer größerer Schiffe mit einer höheren Ladekapazität. Hinsichtlich der Transportrichtung ist das Bild das gleiche wie zuvor: Es werden etwa doppelt so viele Güter zu Berg transportiert als zu Tal. Die Hauptgüterarten auf der Mosel sind Kohle und Koks, landwirtschaftliche Erzeugnisse (Getreide), Erze und Metallabfälle sowie Sand, Kies, Steine und Erde. Im vergangenen Jahr hat sich auch die Zahl der sogenannten Vorschleusungen für Fahrgast- und Fahrgastkabinenschiffe erhöht - ein Indiz für die positive Entwicklung des Tourismus an der Mosel.