Der Irrtum der Grünen

Die Grünen stimmen gegen einen Plan zur Feinstaub-Bekämpfung - diese Nachricht muss man auf sich wirken lassen. Der Trierer Aktionsplan wird die Feinstaub-Belastung in der Innenstadt nicht beseitigen oder auch nur deutlich herunterfahren.

Die "Schätzung der zu erwartenden Verbesserung" liegt bei etwa zwei Prozent - dieses Ergebnis ist kaum nennenswert. Die Grünen feuern jedoch sofort aus allen Rohren und lehnen den Plan ab, weil er nicht direkt ans Eingemachte geht und den Feinstaub an seiner Wurzel packt. Genau darin liegt ihr Irrtum. Denn noch weiß kein Mensch, wie man die Verbreitung der in großen Mengen gefährlichen Schwebepartikel bekämpfen kann. Die Quellen - Verkehr, Industrie, aber auch Privathaushalte und sogar die Erosion von Gesteinen - kann man nicht mit einem Knopfdruck oder einem Stadtratsbeschluss abstellen. Es ist deshalb logisch, erste Schritte zu machen, deren Wirksamkeit zu analysieren und dann zu optimieren. Der Aktionsplan ist ein erster Schritt - den die Grünen jedoch erst gar nicht machen wollen, weil er sie nicht sofort ins Ziel trägt. Das ist thematisch und politisch sehr kurzsichtig. j.pistorius@volksfreund.de