Der Kapitän geht von Bord

Mit einem großen Festakt hat die Ortsgemeinde Osburg das Schaffen und Wirken ihres langjährigen Ortsbürgermeisters Werner Mergens (FWG) gewürdigt. Zahlreiche Gäste wünschten ihm für die Zukunft das Beste.

Osburg. Rund 28 Jahre hielt der heute 70-jährige Werner Mergens das Ruder des Schiffes Osburg fest in seiner Hand und führte es sicher und erfolgreich. Zum Jahreswechsel hat der vierfache Vater das Steuer abgegeben. Die Ortsgemeinde und zahlreiche Gäste dankten ihm während eines von den Ortsvereinen musikalisch umrahmten Festakts im voll besetzten Vereinshaus für seine großartige Arbeit zum Wohl des Orts und der Bevölkerung.
"Streitbarer Geist"


Den Reigen der Redner eröffneten der erste Beigeordnete der Gemeinde, Marco Blau, und Bürgermeister Bernhard Busch. Blau sprach von einer fast Dreijahrzehnte dauernden Erfolgsgeschichte für den Ort und für Werner Mergens. "Osburg hat sich in dieser Zeit maßgeblich im positiven Sinne verändert", sagte der Beigeordnete. Insbesondere sprach Blau vom neuen Gewerbegebiet mit 100 geschaffenen Arbeitsplätzen, dem großen Baugebiet, der mehrfach erweiterten Kindertagesstätte für jetzt 160 Mädchen und Jungen, der im Bau befindlichen zentralen Hallensportanlage der VG und der guten finanziellen und schuldenfreien Haushaltssituation. Mergens habe seine Aufgaben immer mit einem streitbaren Geist wahrgenommen, dabei Elan und viel Herzblut gezeigt, er sei aber auch zu manchen unbürokratischen Lösungen gekommen. Dabei wäre sein Arbeiten von Realismus, Hartnäckigkeit und Begeisterungsfähigkeit geprägt gewesen.
Bürgermeister Busch zeigte einige wichtige Projekte in der Verbandsgemeinde auf, die Mergens teilweise entscheidend unterstützt habe. Dabei habe er oft uneigennützig und mit Selbstlosigkeit gehandelt. "Durch seine Befürwortung des Rathausbaus in Waldrach hat er all denen, die es nicht dort sehen wollten, den Boden unter den Füßen weggezogen", sagte der Bürgermeister.
Landrat Günther Schartz wünschte dem Familienmenschen Mergens und seinen Angehörigen Glück und Gesundheit für den neuen Lebensabschnitt. "Er ist ein Vorbild für das Ehrenamt. Werner Mergens hat große Fußspuren hinterlassen und die Messlatte sehr hoch gelegt", lobte der Landrat. Nach den besten Wünschen seiner ehemaligen Ortsbürgermeisterkollegen aus den Nachbardörfern ergriff Mergens abschließend auch selbst das Wort: "Ich bin bewegt und tief gerührt bei den vielen guten Worten." Er dankte insbesondere seiner Frau Elfriede und seiner Familie für die jahrelange Unterstützung.
Neuwahl am 22. Januar


Seinen Dank richtete Mergens aber auch an die Verwaltung sowie Ministerialdirigent Werner Theis, den ehemaligen Präsidenten der ADD, Josef Peter Mertes, und Landrat a. D. Richard Groß, deren Namen sich wie ein roter Faden durch die Osburger Geschichte ziehen.
Die Neuwahl des Osburger Ortsbürgermeisters ist auf den 22. Januar terminiert.
Extra

Vor wenigen Tagen hatte ein anonymer Schmähbrief mit diffamierendem Inhalt gegen den SPD-Ortsbürgermeisterkandidaten, Gerd Schuh, die Runde im Ort gemacht (der TV berichtete). Für Landrat Günther Schartz ist dies eine fatale Handlung gegen die Demokratie. Bürgermeister Bernhard Busch bezeichnete den Schreiber während seiner Ansprache als einen "anonymen Schmierfink", der der Demokratie Schaden zugefügt habe. Busch wörtlich: "Und das ist eine Schweinerei!" dis

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