„Der kleine Prinz“ wird im Juni 2019 als Tanztheater vor der Porta Nigra aufgeführt. Es werden Sponsoren benötigt.

Meine Hilfe zählt : „Der kleine Prinz“ als Tanztheater vor der Porta

„Meine Hilfe zählt“: Verein Tufa Tanz bringt Reveriano Camils Inszenierung im Sommer auf die Bühne – und bittet um finanzielle Unterstützung.

Vor 76 Jahren erschien ein Buch, von dem damals niemand ahnte, dass es ein Welterfolg werden würde: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry. Das Jahrhundertwerk hat buchstäblich unzählige Menschen berührt, ja sogar inspiriert, dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben.

Reveriano Camil, in Mexiko geboren und seit 2005 in Trier beheimatet, ist ein begnadeter Tänzer und Choreograf. Nach dem Erfolg des Tanztheaters „Die letzte Blume“ (der TV berichtete), möchte er wieder Acht- bis Zwölfjährigen, die Chance geben, ihr expressives Potential, das in vielen Kindern schlummert, wie er sagt, zu entfalten. Unter Camils Leitung  verwandeln sie Saint-Exupérys Buch in ein Tanztheater.

50 Jungen und Mädchen mit Tanzerfahrung in Ballett, Hip-Hop, Garde, Jazz oder rhythmische Sportgymnastik haben vorgetanzt, 24 wurden von einer Jury ausgewählt. Auch Christoph. Der Elfjährige tanzt seit drei Jahren Ballett  und spielt den kleinen Prinzen. „Als Kind hatte ich Albträume von der Schlange, die im Buch vorkommt“, erzählt er. Diese Angst ist längst besiegt, die Freude am Tanzen riesig.  So wie die anderen Mitmachenden trainiert er an diesem Samstag im Tufa-Ballettsaal. Hochkonzentriert steigt er einmal, zweimal, dreimal, solange bis die Szene sitzt, auf die Rücken der beiden Kinder, die im Vierfüßlerstand das Fundament eines Berges darstellen. Reveriano Camil und Ballettmeisterin Felzia Roth leiten die Jungen und Mädchen an, sie korrigieren, loben, ermahnen, schicken die jungen Tänzer zum Maßnehmen zur Damenschneidermeisterin Stephanie Zeimet. Sie hat bereits Entwürfe für die Kostüme „nah am Text“ gezeichnet.

„Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen, man sieht nur mit dem Herzen gut“, schreibt Saint-Exupéry. Diese Botschaft möchte auch Camil im Stück ausdrücken und durch Tanz zeigen, wie weit die Menschen sich in der modernen Welt von den Dingen entfernt haben, die einfacher und wichtiger sind als ständiger Geiz, Eitelkeit, Mode oder Soziale Medien.

„Der kleine Prinz ist eine Geschichte, die ich seit meiner Kindheit liebe“,. sagt der Choreograf. Und: „Wie engagiert die Kinder sind!“

Zeimet unterstreicht Camils Plan mit Hilfe der Kostüme, die sie anfertigen wird. Und Maurizio Spiridigliozzi mit der Musik, die er eigens für das Tanztheater komponiert. Der Musiker mit italienischen Wurzeln  ist luxemburgischer Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist  und auf den Bühnen weltweit zu Hause.  Bereits in Camils „Misa Tango“ hatte er 2016 die musikalische Leitung. Ein Orchester wird Spiridigliozzi Musik live spielen.

Das Besondere an Reveriano Camils Tanztheater ist auch, dass es bundesweit zur Zeit nur wenige Initiativen gibt, in denen Kinder als Künstler ihren Fähigkeiten entsprechend professionell tanzen können. „Durch dieses schöne Projekt können sie Tanz und Kunst in ihr Leben integrieren, als mögliche Freizeitbeschäftigung und vielleicht sogar als Zukunftsperspektive für sich entdecken“ sagt Camil. Erst einmal ist es Aron (11), Corbin (9) oder Sofia (10) offensichtlich einerlei, was morgen sein wird. Sie haben trotz straffer Probe sichtlich Spaß am Tanzen, Darstellen und an der Geschichte, die viele Schüler in der Originalsprache lesen mussten: der Bestseller der zigfach übersetzt wurde. Jetzt übersetzen ihn die Kinder unter Camils Regie neu.

Die Schirmherrschaft für das Tanztheater hat Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe übernommen. In seinem Grußwort schreibt er: „Mit großer Freude werde ich helfen, dieses wunderbare Projekt zu entwickeln und hoffe dabei auch auf Ihre Unterstützung.“ Schon einige Sponsoren greifen dem Projekt  finanziell unter die Arme. Doch der Verein Tufa Tanz, der die Erzählung á la Camil im Sommer auf die Bühne bringt, ist weiterhin auf Spenden angewiesen.

TV-Leserinnen- und Leser können über die Spendenplattform des Trierischen Volksfreund „Meine Hilfe zählt“ (www. meine-hilfe-zaehlt.de) mit dazu beitragen, dass Komponist, Musiker, Kostümbildner und Kostüme bezahlt werden können. Insgesamt werden 6580 Euro benötigt. Das Projekt trägt die Nummer 68070.

„Der kleine Prinz“ wird am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. Juni,  jeweils ab 19 Uhr auf der Bühne vor der Porta Nigra aufgeführt. Das Ensemble plant auch, das Tanztheater im Nachbarland Luxemburg aufzuführen.

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