Der König ist zurück in Trittenheim

Tradition : Der König ist zurück in Trittenheim

Die Krönung von Weinkönigin Janina I. und der Auftritt eines prominenten Gasts sind die Höhepunkte des Pfingstweinfests „unter den Brücken“ von Trittenheim.

Kaum gekrönt, empfing Trittenheims neue Weinkönigin Janina I. (Hauser) mit Weinprinzessin Anna hohen Besuch: Céphas Bansah, König von Hohoe in Ghana und vor 20 Jahren Weinkönig von Trittenheim. Den Riesen-Medienrummel wird nicht nur Bernhard „Pane“ Schmitt nie vergessen. Er war damals als „Riesling-Trainer“ des Königs im Dauereinsatz: für Interviews von Zeitungen, die dafür auch überregional großzügig Platz einräumten, wie für Fernsehauftritte bei Jörg Pilawa oder Johann Lafer. Sogar Rockstar Udo Lindenberg sei Trittenheim ein Begriff, freut sich Moderator Pane.

Der Kontakt zu Bansah, der in Ludwigshafen eine Autowerkstatt betreibt und ein Jahr nach seiner Krönung in Trittenheim heiratete, riss nie ab. Nun stellte er dort das von ihm und Ehefrau Gabriele verfasste Buch „König zwischen zwei Welten” vor, dessen Verkaufserlös in Hilfsprojekte in Hohoe fließt. Trittenheim widmet er darin ein ganzes Kapitel. Denn nicht nur die Wein­baugemeinde ist ihm bis heute dankbar. „Wir haben auch dich in unser Herz geschlossen“, betonte Bernhard Schmitt, der „die großartige Hilfe“ Bansahs für sein Land lobte. Abgesehen davon habe er „als echter König“, der sich zum Weinkönig krönen ließ, dem Amt zu neuer Attraktivität verholfen.

Bansah bedankte sich bei Trittenheim, seinen Bürgern und ganz Deutschland. „Ihr seid in dieser Welt die Nummer eins“, würdigte er von Trittenheim gesetzte Zeichen gegen Rassismus und „die große Hilfe“ für sein Königreich. Sie habe über Jahre Projekte wie Brücken oder ein Gefängnis, in dem Frauen sicher leben können, ermöglicht. All das sei wichtig – für eine gute Zukunft für Kinder wie für Frieden.

 Nach dem für das Publikum wie für die Trittenheimer Gastgeber beeindruckenden Auftritt begleiteten Weinkönigin Janina I. und Weinprinzessin Anna ihren Gast zu seinem Platz. Wenig später kehrten die jungen Damen dann als Tänzerinnen auf die Bühne zurück. Denn beide sind Aktive der Trittenheimer „Show-Kaodern“.

Musikalisch mitreißend umrahmt wurde der Abend vom Musikverein „Mosella“ Dhron und der Band „Stargate“. Ebenfalls gut an kam eine offizielle Nachricht von Andreas Steier. Der Bundestagsabgeordnete informierte, dass Berlin sich mit 195 000 Euro Zuschuss an der etwa 400 000 Euro teuren Sanierung der Stumm-Orgel beteiligt. Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig hofft nun, dass Land und Kreis das aufstocken werden.

Höhepunkt des Programms am Sonntag war die Jahrgangspräsentation „Fährturm voller Wein“ der Jungwinzer, die, unterstützt vom Musikverein Trithemius, mit ihrer Jungwinzerfete auf das Festwochenende einstimmten.

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