Der Kordeler Bauhof ist umgezogen

Der Kordeler Bauhof ist umgezogen

Im neuen Haus - am neuen Standort: Die Gemeinde Kordel hat ihren Bauhof an der Bahnhofstraße in Betrieb genommen. Der Vorgänger am Ramsteiner Weg musste dem Bau eines Pflegeheims weichen.

Kordel Die offizielle Eröffnungsfeier ist in Planung, doch der Betrieb im neuen Bauhof läuft schon mit einigen Einschränkungen. Noch warten die Gemeindearbeiter Franz Roth, Christoph Siemer und Raimund Gröning auf die neuen Aufenthalts- und Sozialräume - da läuft derzeit noch der Innenausbau. Auch die Werkstatt ist zurzeit ein Provisorium. Fahrzeuge und Geräte haben aber schon ihre neue Unterkunft in der mit Beton-Verbundpflaster ausgelegten Halle bezogen. Fast neuwertig ist der als Vielzweckgerät nutzbare Radlader. Ortsbürgermeister Medard Roth: "Den haben wir gebraucht gekauft. Da hatte er gerade 80 Arbeitsstunden geleistet." Für den Winter sind 40 Tonnen Streusalz eingelagert und auch an die Launen der Kyll ist gedacht. Ein seitlich offenes Nebengebäude hat nur eine Funktion: Es dient als Sandlager, wo im Ernstfall die Sandsäcke gefüllt werden. Noch herrscht Leere in der "Sandbox", doch mit zwei LKW-Ladungen soll dieser Zustand in Kürze behoben sein.
Unmittelbar neben dem Bauhofgelände liegt das moderne Klärwerk der Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land. Für den Ortsbürgermeister ist diese Nachbarschaft auch ein Grund zum Ärgern: "Kurioserweise ist der neue Bauhof nicht direkt ans Klärwerk angeschlossen, sondern muss sein Abwasser selbst aufbereiten." Dies sei kostengünstiger als der Direktanschluss, für den die VG rund 80 000 Euro berechnet hätte.
Extra: DER NEUE BAUHOF IN ZAHLEN


Bauhof Kordel an der Bahnhofstraße: Gesamtfläche des Grundstücks: 3700 Quadratmeter; Grundfläche Halle: 480 Quadratmeter; Projektkosten: 556 000 Euro. Von den Neubaukosten gehen 300 000 Euro ab, die aus dem Verkauf des alten Bauhofgrundstücks am Ramsteiner Weg stammen.

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