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Der Lehrstollen für Kinder und Jugendliche am Besucherbergwerk Fell ist offiziell eröffnet.

Infrastruktur : Hereinspaziert in die historische Schatztruhe

Der Lehrstollen für Kinder und Jugendliche am Besucherbergwerk Fell ist offiziell eröffnet.

Lange Zeit waren Teile des Stollens verschüttet. Die Schmitts haben ihn auf einer Länge von rund 70 Metern freigeräumt und ein besonderes Klassenzimmer eingerichtet. Auf Gabionenbänken können Kinder und Jugendliche Untertage Platz nehmen und mehr über die Arbeit der Bergleute und die einzigartige Tierwelt im und am Besucherbergwerk Fell erfahren (der TV berichtete).

Die Schmitts, das sind Grubenführer Günther Schmitt sowie die Brüder Patrick und Roland Schmitt. Bevor Ortsbürgermeister Alfons Rodens das rot-weiße Band symbolisch zur offiziellen Eröffnung durchschnitt, sagte er: „Besonders bedanke ich mich bei den Schmitts.”

Es sei beachtlich, was sie hier seit dem Winter geleistet hätten. Das Trio hatte die Idee des Fördervereins und den Beschluss des Gemeinderats tatkräftig umgesetzt und den Stollen, der bis Mitte der 1960er Jahre als Werkstoff- und Sprengstofflager diente, von allerhand Schrott freigeräumt und neu gestaltet.

Dank richtete Rodens auch an das Landesamt für Geologie und Bergbau für die fachkundige Begleitung, an die Firma Weber Schiefer sowie an den Betriebsleiter des Besucherbergwerks Robert Hoffmann und seine Stellvertreterin Tanja Jägen.
Führungen im Lehrstollen dauern maximal so lange wie eine Schulstunde, und die jungen Besucher dürfen auch selbst aktiv werden: Sie können Schieferstücke aus den Wänden hauen. Ideal sei das für Schulklassen und Kindergeburtstage, sagt Hoffmann.
Für Jugendliche wird es spannend. Schon der Eintritt in den Stollen ist abenteuerlich. Rund 70 Meter geht es in den Berg, um auf kindgerechte Art zu erfahren, wie einst die Bergleute vor Ort schufteten.

Bilder, die teils 100 Jahre alt sind, zeugen von den Arbeiten dort, und Fotos von Salamandern oder Fledermäusen zeigen, welchen außergewöhnlichen Tieren man Untertage und in den Wäldern begegnen kann.

Zur offiziellen Eröffnung war auch Simon Schabo vom Heimat- und Verkehrsverein Thomm gekommen. Das hatte zwei Gründe: Zum einen liegt das Besucherbergwerk zwischen Fell und Thomm im Nosserntal. Und zum anderen hat der Verein die historischen Fotos gesammelt und dem Bergwerk zur Verfügung gestellt.

Noch bis einschließlich 1. November ist das Besucherbergwerk Fell
in diesem Jahr geöffnet. Kinder und Jugendliche sollten bei einem Besuch feste Schuhe und Jacke tragen, einen Sicherheitshelm erhalten sie vor Ort.

Der Eingang ist vom Lehrstollen aus zu sehen, das „Klassenzimmer” entspricht allen erforderlichen Sicherheitsstandards.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.bergwerk-fell.de