1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Der letzte Wächter hat das alte Polizeipräsidium Trier verlassen

Kunst am Bau : Der letzte Wächter hat das alte Polizeipräsidium verlassen

Nach dem vollständigen Auszug der Polizei aus dem ehemaligen Polizeipräsidium in der Südallee und der Übergabe des Geländes durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) an die Stadt Trier, hat nun mit dem „Wächter der Polizei“ auch der letzte „Wachmann“ das Gelände verlassen und ist den Polizistinnen und Polizisten an ihre neue Dienststelle gefolgt.

Die 1974 vom Kunstschmied Klaus Apel nach Entwürfen des Trierer Bildhauers Jupp Zimmer gefertigte Stahlplastik, wird von den Trierern aufgrund ihres Standortes vor dem ehemaligen Polizeipräsidium in der Südallee gerne „Wächter der Polizei“ genannt. „Es freut mich, dass der Wächter, der seit fast einem halben Jahrhundert über die Polizei und die Bürgerinnen und Bürger in Trier wacht, diese Tradition an seiner neuen Wirkungsstätte fortsetzen wird“, begrüßte Polizeipräsident Friedel Durben die Umsetzung des Kunstobjektes.

Die stellvertretende Geschäftsführerin des LBB, Dr. Petra Wriedt, sagte: „Als LBB leisten wir gerne unseren Beitrag, damit das vor fast 50 Jahren von zwei Trierer Künstlern als Kunst am Bau geschaffene Werk erhalten bleibt und einen neuen, würdigen Standort bekommt. Unsere Niederlassung Trier hat dafür am neuen Polizeigebäude ein zwei mal zwei Meter großes und 80 Zentimeter in die Tiefe reichendes Fundament aus Stahlbeton hergestellt. Darauf wird der ,Wächter der Polizei‘ mit seinem Gardemaß von fast sechs Metern sicher verankert, fachkundig von den Spuren der Zeit gereinigt und aufpoliert. So verjüngt, kann er auch in den kommenden Jahrzehnten sein Wächteramt für die Polizei erfüllen.“

 Am alten Standort: Der Wächter der Polizei von Jupp Zimmer vor dem 1973 eingeweihten und 2002 aufgegeben Präsidiums-Bau an der Südallee.
Am alten Standort: Der Wächter der Polizei von Jupp Zimmer vor dem 1973 eingeweihten und 2002 aufgegeben Präsidiums-Bau an der Südallee. Foto: Roland Morgen

Gestern zog der „Wächter“ an seinem neuen Standort in der Reichsabtei, auf einer Grünfläche am jetzigen Dienstgebäude der Polizei- und Kriminaldirektion Trier ein. Den Umzug hat die Schlosserei Apel übernommen, in der die Stahlplastik in den 1970er Jahren auch hergestellt wurde.