„Der Ministrantendienst ist ein Lebensstil“

Ministrantenwallfahrt : Bischof Ackermann: „Der Ministrantendienst ist ein Lebensstil“

Bischof Stephan Ackermann feiert mit den jungen Pilgern den Abschluss der Ministranten-Wallfahrt nach Rom.

Bischof Stephan Ackermann zeigte sich beim Abschlussgottesdienst des Bistums Trier zufrieden: „Heute feiern wir eine Art Erntedank für die gemeinsam erlebte Zeit in Rom während der Ministrantenwallfahrt.“ Vom 29. Juli bis 4. August nahmen 1750 Ministranten und Betreuer aus Trier an der zwölften internationalen Ministranten-Romwallfahrt teil. Ein Höhepunkt war die Papstaudienz mit 60 000 Kindern und Jugendlichen aus19 Ländern.

„Intensive, heiße und erlebnisreiche Tage liegen hinter uns“, blickte
Bischof Ackermann zurück. Die Reise nach Rom sei für einige sicherlich
eine aufregende Erfahrung gewesen. „Für manche ist es mutig, an dieser Fahrt teilzunehmen.“ Das Thema Mut stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Kirche St. Paul vor den Mauern.

In einem Video erklärten Ministranten, wann sie schon einmal mutig waren. Darauf bezugnehmend sagte der Bischof: „Mutig zu sein, bedeutet, etwas zumachen, was nicht selbstverständlich ist. Man tritt aus der Masse heraus.“ Er gab einen persönlichen Rat an die jungen Gläubigen weiter, den er selbst befolge: „Mir hat mal ein Priester geraten, immer etwas zu tun, vor dem man ein bisschen Angst hat. Natürlich kann das auch schon einmal schief gehen und ich werde enttäuscht, aber auch daran wächst man und der eigene Horizont weitet sich.“

Die gesamte Woche stand im Zeichen von Willi Graf, der sich aus seinem Glauben heraus gegen das Naziregime stellte. „Und er war, so wie ihr, selbst Ministrant im Bistum Trier!“. Ackermann wünschte den Pilgerinnen und Pilgern, dass sie aus ihrem Dienst am Altar und aus der Wallfahrt Kraft mit in den Alltag nehmen. „Der Ministrantendienst ist kein Dienst wie Rasenmähen oder Zeitung austragen, sondern es ist eher ein Lebensstil. Ich hoffe, er ist ein Geschenk für euer gesamtes Leben“, gab er den jungen Menschen mit auf den Weg. „‚Ohne euch geht es nicht“, lautete sein Fazit und er ergänzte: „‚Wer hier nicht dabei war, hat was verpasst!“

In einem Warm-Up wurden die Kinder und Jugendlichen auf den Gottesdienst vorbereitet und konnten die Tage Revue passieren lassen. Kaplan Tim Sturm stellte Berufe in der Kirche vor. Ein Priester, Pädagoge, eine angehende Kirchenmusikerin, eine Gemeindereferentin und eine Felixianerin, die ein Orientierungs- und Sprachenjahr in Trier absolviert, stellten ihre Aufgaben und Motivationen vor.

Projektleiter der Wallfahrt für die Abteilung Jugend im Bistum Trier, Benedikt Welter, war nach dem erfolgreichen Abschluss ebenfalls begeistert: „Ich bin unglaublich dankbar für vielen schönen Momente. Es war einfach eine ganztolle Woche.“
Musikalisch begleitet wurde der Abschlussgottesdienst vom Jugendchor St. Matthias aus Neuwied und der Band „Seek Peace“ unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Sorger. Die Vorbereitung des Gottesdienstes übernahmen Christian Heinz, Jugend- und Schulpfarrer in Saarbrücken und sogenannte Volontari. Dabei handelt es sich um Jugendliche, die sich ehrenamtlich bei der Wallfahrt in unterschiedlichen Arbeitsgruppen engagierten.

Neben der Papstaudienz, Gottesdiensten, einem Friedensgebet und einem Tanzflashmob gab es ein vielfältiges Programmangebot für die Teilnehmenden, um die Ewige Stadt und Ministranten aus aller Welt kennenzulernen.

Bester Laune präsentieren sich diese Ministranten aus Schweich (Kreis Trier-Saarburg) bei der Wallfahrt in Rom. . Foto: Bistum Trier
Stimmungsvoller Abschlussgottesdienst der Ministrantenwallfahrt in Rom. Foto: Bistum Trier

Weitere Infos gibt es auf bistum-trier.de; Bilder und Videos sind auf der Facebookseite @minis.bistumTrier und auf Instagram jugendbistumtrier zu finden

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