Der Mittelpunkt der Welt liegt in Trier

Der Mittelpunkt der Welt liegt in Trier

Fünf Kontinente, 30 Länder, 94 junge Menschen: Studierende aus aller Welt lernen zurzeit in einem Ferienkurs der Uni Trier die deutsche Sprache und die Region besser kennen. Für drei Wochen leben und lernen sie in Trier.

Trier. Trier liegt nicht nur im Herzen Europas, im Moment ist die Stadt an der Mosel auch Mittelpunkt der Welt. Diesen Eindruck vermittelt zumindest die Universität: Knapp 100 Studierende aus mehr als 30 Ländern aller Kontinente - von Japan über Kenia und Polen bis Brasilien - erleben noch bis Ende August Land und Leute beim Internationalen Ferienkurs der Hochschule.
"Lernen, Ferien und Internationalität sind die drei Bausteine des Programms", erläutert Birgit Roser, Leiterin des Akademischen Auslandsamts. Vormittags lernen die Teilnehmenden Deutsch, nachmittags machen sie Ausflüge in die nähere Umgebung, aber auch in die Nachbarländer.
Und nach drei Wochen haben sie nicht nur jede Menge Wissen und Erlebnisse gesammelt, sondern vor allem neue Freunde aus aller Welt dazugewonnen. Nach einem Einstufungstest für die Deutschkurse haben der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen und Universitätspräsident Peter Schwenkmezger zum feierlichen Abschluss des ersten Tags zu einem Empfang im Rathaus geladen.
"Die Stadt ist prädestiniert für diesen Kurs, denn sie ist sehr international und liegt im Herzen Europas", erklärte Jensen zur Begrüßung. "Wussten Sie, dass Sie von hier aus mit einer Fahrradtour vier Länder besuchen können? Neben Deutschland auch noch Frankreich, Luxemburg und Belgien."
Einen besonderen Programmpunkt hat sich der Präsident der Universität für dieses Jahr ausgesucht: Er referiert vor den Studierenden über die Aufgaben und Arbeitsweisen eines Universitätspräsidenten: "Ich möchte damit die Vorlesungsreihe eröffnen, denn ich werde das zum letzten Mal machen. Ende des Monats gehe ich in den Ruhestand, und hier meine Arbeit zu präsentieren, halte ich in diesem Zusammenhang für einen schönen Abschluss."
Der Internationale Ferienkurs hat Tradition an der Universität: "Der Kurs findet zum 39. Mal statt und ist damit fast so alt wie die Uni, die in diesem Jahr ihren 41. ´Geburtstag feiert", erklärt Birgit Roser.
Viele der Kursteilnehmer sind Stipendiaten: 36 der 94 Teilnehmer werden vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) gefördert, zwei Studierende aus Oppeln unterstützt das Studierendenwerk Trier, und den Aufenthalt von weiteren sechs Teilnehmenden finanziert die Universität Trier. red

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