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Der Mittelpunkt liegt an der Mosel

Der Mittelpunkt liegt an der Mosel

Mehr als 600 Teilnehmer aus aller Welt haben an der Internetkonferenz Agenda 21 Now! teilgenommen. Nachhaltigkeit und sozialer Wandel waren die Themen, das Humboldt-Gymnasium in Trier die Zentrale.

Trier. Die "Agenda 21 Now!"-Konferenz hat Tradition. Zum neunten Mal fand sie in diesem Jahr am Humboldt-Gymnasium Trier (HGT) statt. "Wir sind stolz, dieses einmalige Projekt an unserer Schule zu haben", erzählt die stellvertretende Schulleiterin Monika Sehl. Dafür stelle man gerne die Aula der Schule zur Verfügung.
24 Stunden lang haben sich mehr als 600 Jugendliche über 14 Jahren aus der ganzen Welt an dem Projekt beteiligt. Dass die Aktion gut ankommt, zeigt die starke Beteiligung der Schüler. Mehr als 1000 Beiträge waren schon zur Halbzeit der Konferenz verfasst. Das Thema lautete "Revolution - Evolution - Veränderung: Übergänge in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts". "Mit unserem diesjährigen Thema haben wir einen Nerv getroffen", sagt Martin Jarrath (46), Urvater des Projekts und Lehrer am HGT.
Viele ehemalige Schüler kommen zur Konferenz ins HGT zurück. Student Moritz Rehfeld (25) zum Beispiel ist zum elften Mal dabei. In den ersten vier Jahren fand die Konferenz an der Anna-Schmidt-Schule in Frankfurt statt. Doch Lehrer Jarrath wechselte 2003 von Frankfurt nach Trier und nahm das Projekt mit ans HGT.
Im Grunde sind sich die mehr als 600 Teilnehmer bei vielen Themen einig. Besonders, wenn es um Nachhaltigkeit und Moral geht, scheinen unterschiedliche Kulturen keinen Einfluss auf die Sichtweisen der jungen Leute zu nehmen.
Doch nicht bei allen Themen herrscht Konsens. Die Frage zum Beispiel, ob es homosexuellen Paaren erlaubt sein soll, Kinder zu adoptieren, wird heiß während der Konferenz diskutiert.
Als Abschluss soll eine Resolution aus den Diskussionen hervorgehen, die allen Teilnehmern zur Abstimmung vorgelegt wird. Diese wird dann, mit der Hoffnung, Gehör zu finden, an die Unesco gesandt.