Der moderne Teddy lächelt

"Genau so einen Teddybären hatte ich früher auch!", staunen ältere Leute oft, wenn sie den Laden von Désirée Kurz-Heitkötter in Hockweiler betreten. Nur früher blickte der Teddy ernst und heute lächelt er. Im Trierer Spielzeugmuseum zeigte die Bärenmacherin, wie ein Teddy entsteht.

Trier. Vor sieben Jahren als Beschäftigung in der Elternzeit begonnen, lässt das Bärenmachen Désirée Kurz-Heitkötter seitdem nicht mehr los: "Der Bärenvirus hat mich infiziert", sagt sie lachend. "Nachts habe ich vom Bärenmachen geträumt, und ich habe angefangen, selbst Schnitte zu entwerfen." Kurzerhand meldete ihr Mann sie bei der Meisterschaft "Euro-Teddy" in Essen an, wo sie prompt den vierten Platz belegte. "Das hat mich sehr motiviert", sagt Désirée Kurz-Heitkötter. In den folgenden Jahren landeten ihre traditionellen Teddybären aus Mohair, teilweise mit Holzwolle gefüttert, mehrfach auf dem Siegertreppchen. Fröhlich winkt ein flauschiger Teddy, der bei "Ted worldwide" gesiegt hat.400 bis 500 Teddys hat Désirée Kurz-Heitkötter in den vergangenen Jahren gemacht. Einer entstand nun unter den interessierten Blicken der Spielzeugmuseums-Besucher. "Im November habe ich auch angefangen, mit einer Bastelpackung", sagt Silvia Kopp. Sie lacht: "Ich bin jetzt wohl auch von der Krankheit des Bärenmachens befallen." Bei Désirée Kurz-Heitkötter hat sie sich bereits für einen Kurs angemeldet. Diese demonstriert, wie in geduldiger Arbeit und mit Spezialwerkzeugen wie Venenklemme, reißfestem Faden und Augennadel ein kleiner, freundlich dreinschauender und mit Schafwolle gestopfter Teddy entsteht. Vom Regal schauen ein Eisbär, Eulen und ein Dalmatiner zu - und natürlich viele liebenswerte Teddybären.