Der Musik-Mix machts

Völlig ausverkauft! Mit diesem "guten Omen" gingen die Veranstalter der Open House Party an den Start. Mit ihrem Konzept, das vor allem aus gut gemischten Musikstilen besteht, wurde der Abend ein voller Erfolg.

Trier. "Wir hoffen, dass alles glatt geht und die Leute richtig Spaß haben." Mit diesen Worten geht Christian Herx, seit einem Jahr einer der Leiter des Orga-Teams, in den Abend. Die Winter Open House Party ist komplett ausverkauft! 2300 Karten sind an den Mann gebracht, einen Abendverkauf gibt es nicht. Und das Ex-Haus bebt, zwar erst nach 23 Uhr, aber da fangen in Trier die Partys sowieso erst an. Die Veranstalter, die aus Ex-Haus und fünf studentischen Fachschaften bestehen, verfolgen ihr alt-bewährtes Konzept. Gute Verpflegung für die Gäste, genug Getränke und vor allem eine facettenreiche Musikauswahl, die von neun verschiedenen Musik-Stilen bis hin zu drei Live-Bands reicht. Von Reggae und Hip Hop bis hin zu Metal oder Mainstream ist alles dabei. Nahezu alle Räume und Winkel des Ex-Haus-Labyrinths sind angefüllt mit dröhnenden Sounds. Schwer scheint es der Mann in der Karaoke-Ecke zu haben - von dort dringen laute und völlig schiefe Singversuche ins Ohr. Da geht's bei den Live-Bands, die sich diesmal aus den Stilen Rock, Ska und Emo zusammensetzen, viel melodiöser zu. Kurze Höschen und feine Tattoos

Den Anfang macht hier die Newcomerband "Panic Jesus", die erst zum zweiten Mal überhaupt auftritt. Die schwierige Aufgabe, als erste auf der Bühne zu stehen, meistern sie souverän. Viel Applaus und durchweg positive Resonanz sind die Belohnung. Uni-Student Julian ist begeistert: "Mir haben besonders ,Panic Jesus' gefallen, die am Anfang, wo noch weniger Stimmung war, so richtig Gas gegeben haben. Die haben richtig gerockt." Sogar eine Luxemburger Band namens "Eternal Tango" ist mit am Start. Zuvor noch in ihren Straßenoutfits steckend, scheint vor allem die Damenwelt von ihren Bühnenoutfits begeistert. In kurzen Höschen, mit feinen Tattoos und einigen Fans aus Luxemburg bringen sie richtig Stimmung in die Bude. Eine Bühnenschow mit rasanter Bewegung und gutem Emo-Sound tun ihr übriges. Auf der Treppe nach unten trifft man, wie überall im Haus verteilt, einen der Security-Männer, Florian Völkel, der aufmerksam die Treppe im Auge behält und ruhig seinen Auftrag erklärt. "Ich feiere mit den Leuten und befolge dabei die Anweisungen als Security." Nur die Unvernunft der Leute könne schon mal nerven. Obwohl die Party sehr friedlich ist, sind 19 Securitys im Einsatz - Sicherheit muss eben sein.Sinn macht die riesige Party nicht nur für die Gäste. Ein Großteil des Erlöses geht an die soziale Arbeit des Ex-Hauses und an die Suchtberatung "die Tür". Feiern kann also auch sinnvoll sein. Und deshalb gibt es auch im Sommersemester wieder die mittlerweile schon Tradition gewordene Open House Party.