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Der Ortsbeirat Feyen übt Kritik an den Detailplanungen. Doch es gibt ein Extra-Bonbon.

Kommunalpolitik : Im August sollen die Bauarbeiten für die Sporthalle starten

Der Ortsbeirat Feyen übt Kritik an den Detailplanungen. Doch es gibt ein Extra-Bonbon.

Der Feyener Beirat hat dem Bau der Sporthalle im Stadtteil zugestimmt, Kritik an der Planung blieb jedoch nicht aus.

Eine wirtschaftliche Sanierung der Halle auf der Bezirksportanlage kam ebenso wie in Trier-West nicht infrage. Der Abbruch der alten Halle nach Fertigstellung des Neubaus kostet etwa 170 000 Euro. Die ursprünglichen Pläne für den Neubau mussten jedoch verkleinert werden, damit die Stadt auf Zuschüsse von Bund und Land zurückgreifen kann (der TV berichtete).

„Der untere Bereich der Bezirkssportanlage wird ein völlig anderes Gesicht erhalten“, sagt Sebastian Schön vom Amt für Gebäudewirtschaft. Auf der Fläche der alten Halle werden Parkplätze gebaut, die neue Halle direkt daneben. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei etwa 5,6 Millionen Euro.

Ebenerdig sollen 50 bis 60 Zuschauer Platz finden, der Abstand zum Feld betrage 1,80 Meter und sei somit barrierefrei, erklärt Schön. Nicht genug für den Feyener Beirat. Bei Fußballturnieren würden deutlich mehr Zuschauer in die Halle kommen – dafür reiche eine Sitzplatzreihe nicht aus, raunen einige Mitglieder.

Dafür gibt es laut Schön ein „Zusatzbonbon“: ein von außen zugänglicher Umkleidebereich für die Außensportanlage. Zudem habe die Halle den Vorteil von zwei Spielfeldern. Für den Vereinssport ändert das zwar nichts, jedoch können zwei Schulklassen gleichzeitig ihre Sportstunden durchführen. „Augenwischerei“ sei die Bezeichnung Zweifeldsporthalle, sagt ein Beiratsmitglied. Die wirkliche Größe sei fast identisch, neu nur der Vorhang zur Abtrennung. Der Beirat legt zudem besonderen Wert auf einen Ersatz für das Kleinspielfeld, an dessen Stelle die neue Halle gebaut werden soll.

An der Spielfeld-Größe der Halle und der des Zuschauerbereichs wird sich aufgrund der Fördervorgaben wohl nichts mehr ändern. Für das Kleinfeld verspricht Schön jedoch einen Ersatz auf der Sportanlage. Neben dem Fußballplatz auf der höheren Ebene soll ein ebensolches wiederaufgebaut werden.

Baubeginn für die Halle soll laut Schön im August sein, die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant. Dann könnte der Neubau für alle Ballsportarten sowie Gymnastik, Turnen und Tanzen nutzbar sein.