Der richtige Weg
Zur Diskussion um die geplante Fotovoltaikanlage auf der Kenner Sang:
Obwohl man aufgrund der Presseberichte vielleicht den Eindruck gewinnen könnte, so sind doch nicht alle Ruwerer Bürger gegen die geplante Fotovoltaik-Freiflächenanlage auf der Kenner Sang. Die genannten Argumente der Gegner der Anlage waren von jeher nie fundiert und stehen in keinem Verhältnis zum nachhaltigen Nutzen einer solchen Anlage für den Klima- und Umweltschutz. Fest steht, dass die Energiewende ohne die erneuerbaren Energien nicht zu schaffen ist. Die Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse, Wind, Wasser und der Kraft der Sonne ist jedoch nur mit hohem finanziellen Aufwand und Veränderungen in der Landschaft zu bewerkstelligen. Ein Preis, den wir alle dafür bezahlen müssen, wenn wir unseren Lebensstandard auch in Zukunft aufrecht erhalten wollen.
Besonders ärgerlich finde ich auch, dass sich der Bauausschuss der Stadt Trier gegen diese Anlage ausgesprochen hat. Die Aktivitäten der Stadt Trier in Bezug auf eine Energiewende und nachhaltiger Energieversorgung der Stadt und Region sind nun wirklich kein Positivbeispiel. Gerade was die Pro-Kopf-Erzeugung von Solarstrom betrifft, hat die Stadt Trier bisher so gut wie nichts aufzuweisen. Bisher ist es nicht einmal gelungen, ein geeignetes Dach für ein Bürgersolarkraftwerk zur Verfügung zu stellen. Dabei sollte es auch bereits bis zu den Trierer Politikern vorgedrungen sein, dass erneuerbare Energien einen wichtigen Baustein der zukünftigen Energieversorgung bilden. Die Sonne ist dabei die Basis aller regenerativen Energien. Strom erzeugen, ohne im Betrieb die Umwelt zu belasten, geht nur mit erneuerbaren Energien. Die solare Stromerzeugung ist eine der elegantesten Arten.
Die Bürgerinitiative um Karl Pikan will für einen Klima- und Naturerhalt kämpfen. Doch genau dies verspricht die Solaranlage auf der Kenner Sang. Den Gegnern der Anlage scheint dies jedoch bisher nicht klar zu sein. Wenn unser Klima aufgrund unseres Fehlhandelns erst einmal gekippt ist, ist es jedoch zu spät. Daher müssen wir jetzt etwas tun, um die Energiewende endlich auf den Weg zu bringen. Die Solarstromanlage auf der Kenner Sang ist daher der richtige Schritt, dem weitere in ähnlicher Weise folgen sollten.
Patrick Koltes, Trier
umwelt