Der sachliche Vergleich lohnt sich

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Trier wird in den kommenden Jahren wachsen. Das negieren nur diejenigen, die jeden Zuzug stoppen wollen oder an allen positiven Prognosen zweifeln. Mit dem Stopp für den  Brubacher Hof sind die Hürden für potenzielle Neubürger zumindest deutlich höher geworden, die Hoffnung auf ein kleines Haus, eine Eigentumswohnung oder auch nur eine bezahlbare größere Mietwohnung haben.

Die Grundstückspreise und in der Folge auch die Höhe der Mieten werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Warum das so ist, kann jeder Leser unserer Zeitung beim Blick auf den Vergleich der voraussichtlichen Baugebiete in den kommenden 25 Jahren selbst sehen. Der Trierische Volksfreund ermöglicht mit seiner Synopse in Tabellenform (HIER) heute einen Faktencheck zu den Aussagen von Verwaltung, Befürwortern und Gegnern des Projekts Brubacher Hof.

Besonders fällt beim Blick auf die zeitlich gegliederte Aufstellung auf, dass in den kommenden zehn Jahren nur wenige städtische Grundstücke auf den Mark kommen werden. Die meisten neuen Flächen werden privat erschlossen und verkauft. Die Selbstverpflichtung zur Gewinnoptimierung wird die Preise steigen lassen. Auch die Erhöhung der Quote für den sozial geförderten Wohnungsbau wird nichts daran ändern können, dass bezahlbarer Wohnraum für junge Familien noch seltener zu finden sein wird als jetzt. Der Traum vom eigenen Häuschen wird in den meisten Fällen deshalb genau das bleiben.

Am Donnerstag steht der Bebauungsplan für Castelnau Mattheis auf der Tagesordnung des Stadtrats. Trier braucht dieses Areal, auch wenn dort höhere Preise als auf der Tarforster Höhe aufgerufen werden.

r.neubert@volksfreund.de

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