Der Straßenbau in Trier Weismark-Feyen beginnt

Straßenbau : Nun gehört die Straße in Trier-Feyen dem Bagger

Kein Durchkommen mehr: Die Kanalarbeiten Zum Pfahlweiher in Feyen haben begonnen. Die Polizei kontrolliert den Ausweichverkehr.

Knapp 9000 Fahrzeuge fahren während eines gewöhnlichen Tags auf der Straße Auf der Weismark in Trier-Feyen. Derzeit sind es viel weniger. Denn der Nachschub fehlt nach der Sperrung der Straße Zum Pfahlweiher (der TV berichtete). Zwar gab es immer wieder Unentwegte, die verbotenerweise diesen Teil der Strecke zwischen Feyen und Heiligkreuz nutzten. Das ist nun vorbei. Denn die Arbeiten am Untergrund der Straße haben begonnen.

Für Anwohner der Weismark ist die Baustelle Fluch und Segen zugleich. Die Strecke ist bei Fahrern aus dem Hochwaldraum, die Richtung Universität oder Innenstadt wollen, beliebt. Einen offiziellen Ersatzweg durch Feyen/Weismark gibt es derzeit nicht. Folglich gibt es weniger Straßenlärm.

Gleichwohl gibt es nach Einschätzung von Anwohnern viele Autofahrer, die nun eine Route über die Clara-Viebig-Straße und die Korumstraße wählen. Und das, obwohl diese Strecke Anliegern und Stadtbussen vorbehalten sein sollte. Dazu sagt Ortsvorsteher Rainer Lehnart: „Anliegerstraßen heißen nicht zu Unrecht oft Anlügerstraßen.“ Denn es sei für die Polizei mitunter bei Kontrollen oft nicht nachprüfbar, ob Autofahrer wirklich ein Anliegen haben.

Auf die Anliegerproblematik verweist auch Polizeisprecher Uwe Konz. Denn nicht nur Bewohner können Anlieger sein. Trotzdem: „Aufgrund der neuerlich eingerichteten Baustelle und der zu erwartenden Verstöße und Anwohnerbeschwerden wird sich die Polizei die Situation vor Ort erneut ansehen und entsprechende Kontrollen durchführen.“ Wer erwischt wird, muss als Autofahrer 20 Euro zahlen.

Im Mai/Juni war ein Teilstück der Straße auf der Weismark saniert worden. Einige Verkehrsteilnehmer hielten sich nicht an die Regeln. Die Folge: Die Polizei hatte dort nach vermehrten Anwohnerbeschwerden kontrolliert und etwa 100 Verwarnungen ausgesprochen. Beschwerden wegen der Baustelle Zum Pfahlweiher gebe es nach Auskunft von Uwe Konz bisher nicht.

Was es ebenfalls nicht geben wird, ist eine erneute Änderung der Busrouten. Normalerweise fährt beispielsweise die Linie 5 der SWT auf ihrem Weg zwischen Castelforte und der Feyener Grafschaft von Heiligkreuz kommend über die Weismark und die Straße Zum Pfahlweiher. Während der Bauphase biegen die Busse bereits in die Korumstraße ein, um über die Clara-Viebig-Straße in die Straße Am Sandbach weiterzufahren.

Dazu sagt Ortsvorsteher Lehnart: „Ich hatte bei den Stadtwerken nachgefragt, ob die Busse nicht wenigstens bis zu der großen asphaltierten Fläche vor Beginn der Baustelle fahren können.“ Dies sei jedoch nicht möglich, da dort der Platz für ein Wendemanöver der Gelenkbusse nicht ausreiche. Was er jedoch habe erreichen können, seien die drei Ersatzhaltestellen, die inzwischen in seinem Stadtteil angefahren würden. Und möglicherweise wird es laut Ortsvorsteher ein Anrufsammeltaxi geben, das Menschen aus dem Wohngebiet abholt.

Die Korumstraße ist Bussen und Anliegern vorbehalten. Anwohner berichten, dass die Verbindung auch als Schleichweg genutzt wird. Foto: Medienhaus Trierischer volksfreund/Harald Jansen

Hinweis: In einer früheren Version war davon die Rede, dass Radfahrer 15 Euro zahlen müssen, wenn sie unerlaubterweise eine Anliegerstraße nutzen. Ganz allgemein gilt das auch weiterhin. Eine Ausnahme gibt es nun aber in Feyen: Aufgrund einer nachträglich veränderten Beschilderung dürfen Radler durch die Anliegerstraßen in Feyen fahren und müssen nicht zahlen.

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