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Der Traum von Tempo 30: Ortsbeirat diskutiert Verkehrssituation in der Biewerer Straße

Der Traum von Tempo 30: Ortsbeirat diskutiert Verkehrssituation in der Biewerer Straße

Die Sanierung zur Verkehrsberuhigung der Biewerer Straße ist abgeschlossen. Trotzdem regt sich neuer Unmut im Stadtteil über die unsichere Verkehrslage. Der Ortsbeirat meint, zu viele und zu schnelle Autos würden die Sicherheit der Anwohner gefährden. Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen könnte nun Abhilfe schaffen.

"Wer mit offenen Augen durch Biewer läuft, fragt sich, wie das mit den Verkehrsregeln aussieht", begründet Heiko Werner (parteilos) seinen Änderungsvorschlag für die Biewerer Straße. Keiner wisse, woran er sich halten solle. Er habe selten so viele Schilder gesehen, meint Werner weiter. Seine Idee: Die Einführung mehrerer Tempo-30-Zonen in Biewer und die Vereinheitlichung der Regeln auf der Biewerer Straße.
Der Ortsbeirat hat mit dieser Forderung ein Langzeitthema aufgegriffen, das schon seit mehreren Jahren auf den Tagesordnungen der Sitzungen steht. Der Wunsch der Verkehrsberuhigung auf Biewers Hauptstraße wurde bereits 2012 umgesetzt. Damals hatte der Ortsbeirat den Rückbau der Biewerer Straße zum Teil aus dem Ortsbudget finanziert. Die Umsetzung dieser Initiative ist eigentlich abgeschlossen, die Bürger und Beiräte sind allerdings weiterhin unzufrieden mit der Situation. Trotz Umgehungsstraße (B 53) sowie der Verkehrsberuhigung durch Straßenverengungen scheinen die Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht zu haben. Das Verkehrsaufkommen sei immer noch zu hoch und die Autofahrer zu schnell und rücksichtslos unterwegs, argumentieren die Beiräte.
Martin Sons, ein Anwohner, beklagt, dass im Zuge der Sanierung der Zebrastreifen weggekommen und nun keiner mehr vorgesehen sei. Die abgeschlossenen Bauarbeiten hätten eher zur Verschärfung statt zur Entschärfung der Verkehrssituation beigetragen.
Mit einer Tempo-30-Zone würde laut Straßenverkehrsordnung auch die Regelung rechts vor links einhergehen. Die Beiratsmitglieder versprechen sich hauptsächlich davon eine beruhigtere Verkehrslage. Auf Werners Initiative beantragte der Ortsbeirat einstimmig die Prüfung und Einrichtung einer Tempo-30-Zone für einen Großteil der Biewerer Straßen.Extra

Der Turm der Mehrzweckhalle "Auf der Kipp" in der Johannes-Kerscht-Straße steht brandschutztechnisch auf dem Prüfstand. In der vergangenen Woche fand eine erste Begehung statt. Der Turm wird von Biewerer Vereinen wie dem Motorradclub und dem Heimatpflegeverein genutzt. Für die Sanierung des Turms sind im Biewerer Ortsteilbudget 2015 knapp 4000 Euro vorgesehen. Vor der Sanierung wird die Berufsfeuerwehr den Turm in einer zweiten Begehung brandschutztechnisch überprüfen. Der Ortsbeirat investiert die restlichen Mittel aus dem Ortsteilbudget 2014 unter anderem in Präsentkörbe für einen Seniorennachmittag und die Begrünung einer Verkehrsinsel. Das übrige Budget aus dem laufenden Haushaltsjahr kann in das nächste Jahr übertragen werden. Der Ortsbeirat fasste dazu einen einstimmigen Beschluss. sebi