Der unteilbare Oberbürgermeister

Der unteilbare Oberbürgermeister

Jährlich mehr als 2000 Einladungen zu Veranstaltungen, Ehrungen und dergleichen flattern Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen auf den Tisch. Bei seinen drei Dezernenten sind es je mehrere Hundert Aufforderungen, die Stadt bei Terminen zu repräsentieren.

Trier. Dass der Stadtvorstand nicht überall dabei sein kann, scheitere an dessen "zugegebenermaßen vorhandenen Unfähigkeit" sich zwei- oder gar dreizuteilen: So scherzhaft beantwortete Jensen in der Stadtratssitzung am Dienstag eine Anfrage der CDU. Diese hatte kritisiert, dass die Stadt Trier bei wichtigen Veranstaltungen häufig nicht mehr vom OB oder den Dezernenten repräsentiert werde.
So sei zum Beispiel bei der Wahl der Moselweinkönigin in der Europahalle niemand vom Stadtvorstand dabei gewesen. "Die Zahl der Einladungen übersteigt bei weitem unsere Möglichkeiten", erklärte Jensen dazu - wieder ganz ernsthaft. Sei der Stadtvorstand terminlich verhindert, der Termin jedoch wichtig, bitte er allerdings Stadtratsmitglieder um Vertretung. Bei der Weinköniginnenwahl war das die Bundestagabgeordnete Katrin Werner.
Wegen der Einheit von Rat und Verwaltung sei dabei ein Stadtratsmitglied nicht "weniger wert" als ein Mitglied des Stadtvorstandes, so Jensen. woc

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