1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Deutsche Meisterschaften im Schreinerhandwerk in Trier . Teilnehmerin aus der Eifel

Wettbewerb : Eiflerin kämpft erfolglos um die Deutsche Meisterschaft der Schreiner

Die 23-jährige Elisa Hotz aus der Eifel ist nicht Deutschlands beste Schreinerin geworden. Allerdings gehört sie zu den Besten ihres Gewerks, wie die Deutsche Meisterschaft im Tischerlandwerk dieser Tage in Trier gezeigt hat. Was von den Teilnehmern gefordert wurde.

(sas) Ein Schaukelpferd in 19 Stunden: Das war die Herausforderung für die 14 Landessieger im Tischlerhandwerk, die seit Montag um den Titel des Deutschen Meisters im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer (HWK) Trier gerungen haben. Mit dabei war auch die 23-jährige Elisa Hotz aus Oberpierscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm), die als Landessiegerin ihr Bundesland Rheinland-Pfalz, aber auch die Region Trier, vertreten hat. Am Ende hat’s für das Siegertreppchen nicht gereicht, Lutz König aus Bayern ist erster Bundessieger und wird den Jahrgang 2021 bei der Weltmeisterschaft 2024 im französischen Lyon vertreten. Bereits im kommenden Jahr werden die zwei Bundesbesten des Jahrgangs 2020 Deutschland in Shanghai vertreten. „Wir sehen es als Wertschätzung an, dass der Wettbewerb in Trier stattgefunden hat“, sagt HWK-Präsident Rudi Müller. In Trier werden derzeit immerhin 240 Auszubildende im Holzbereich unterrichtet. Müller selbst war vor mehr als 50 Jahren in einer ähnlichen Situation, als auch er als Landesbester an dem Wettbewerb teilgenommen hat. „Hier kämpfen die Besten um den Titel, das ist eine grandiose Leistung. Im Vergleich zu früher liegen hier beim Niveau Welten dazwischen“, sagt der Schreinermeister. „Umgekehrt öffnet der Wettbewerb Türen für alle, die daran teilnehmen, auch wenn sie nicht auf dem Siegerpodest stehen.“

Elisa Hotz ist während ihrer Arbeit „sehr gestresst“, sagt sie, doch hoch konzentriert. Vieles von dem, was hier an Anforderungen für Bautischler verlangt wird, war neu und ungewohnt für sie. „Es war schwer für mich, in das Thema hineinzukommen und mich von einem Moment auf den anderen auf die Aufgabe einzustellen“, sagt die Schreinerin, die beim Mettendorfer Betrieb Hubor & Hubor arbeitet.