Dialog mit Bürgern für neuen Stadtteil im Stadtteil

Dialog mit Bürgern für neuen Stadtteil im Stadtteil

Das Kasernengelände Castelnau soll als prägnante Mitte künftig die Stadtteilteile Weismark und Feyen verbinden. Die Entwicklung des Gebiets ist ein Quantensprung für den Doppelstadtteil. Die Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) und die Stadt haben Ortsbeirat und Bürgern erste Infos gegeben.

Trier-Feyen/Weismark. (cofi) In vier Bauabschnitten wird das Ex-Kasernengelände Castelnau entwickelt. Die EGP versteht sich dabei als Partner auf Zeit, entwickelt das Gebiet, sucht Investoren. Melanie Baumeister, EGP-Projektleiterin, konnte Beirat und Bürgern bei der Ortsbeiratssitzung zwar noch keine konkreten Pläne zeigen, informierte aber über die Vorgehensweise und erste Überlegungen. Als Grundlage diene dem Projektteam der Stadtteilrahmenplan, der damit kein Papier für die Schublade ist, wie viele befürchtet hatten. Der Stadtteilrahmenplan sei auch die Basis für die drei beauftragten Büros, die parallel Pläne entwickeln. Es sind das Büro Astoc aus Köln, das Büro FSP Fahle aus Freiburg und das Trierer Büro BGHplan. Beim gesamten Prozess "ist es uns wichtig, mit den Bürgern im Dialog zu sein", sagte Baumeister. So wird es neben den öffentlichen Castelnau-Gesprächen im Drei-Wochen-Takt (der TV berichtete) auch einen offenen Ortsbeirat am 11. März auf dem Gelände geben - die erste Gelegenheit, das bislang abgeschottete Areal zu betreten. Für Oktober ist ein Workshop geplant.

Die Entwicklungen sind auch für die Feyen-Weismarker Bürger von großem Interesse. Rund 40 Interessierte nahmen an der Sitzung teil und die Gelegenheit wahr, mit den Projektbeteiligten, darunter auch Eva-Maria Weiß und Simone Schornick vom Stadtplanungsamt, zum ersten Mal in den gewünschten Dialog zu treten. Vor allem Fragen zum Verkehr - wie wird der Stadtteil an die neue Mitte angebunden, wo queren Straße, wie werden die angrenzenden Bereiche einbezogen - wurden gestellt. Es werde öffentliche Straßen geben und nach Anknüpfungspunkten ans bestehende Straßennetz gesucht, erklärte Schornick. Die zu erstellenden Fachgutachten würden auch die umliegenden Wohngebiete berücksichtigen. Restriktionen in Sachen Denkmalpflege bestehen nicht. Dennoch versprach Baumeister, dass der Bestand gesichert würde.

Für den Bebauungsplan BF 16-1, der 2001 aufgestellt worden war und für das an das Gewerbegebiet Hirtenberg grenzende Areal gültig ist, hat der Ortsbeirat die Offenlage beschlossen. Außerdem hat er grünes Licht für Untersuchungen gegeben, die klären sollen, ob in Castelnau ein Sanierungsgebiet errichtet wird.

Das erste Castelnau-Gespräch ist für den 16. Februar geplant.

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