Die A 602 wird wieder zum Flaschenhals

Die A 602 wird wieder zum Flaschenhals

Auf der A 602 zwischen Trier und dem Autobahndreieck Moseltal laufen seit Samstag die Vorbereitungen für den letzten großen Sanierungs-Bauabschnitt. Betroffen sind in beiden Richtungen die Fahrbahnen ab der Lärmschutzwand vor Ruwer bis zur Ausfahrt Schweich. Nun wird die Strecke in den nächsten Wochen in beiden Fahrtrichtungen wieder zum Engpass. Täglich nutzen rund 50 000 Fahrzeuge die A 602.

Schweich/Kenn/Ruwer. Durch diese enorme Verkehrsbelastung werden wie schon bei der Sanierung der Ehranger Hangbrücke vor zwei Jahren größere Staus im Berufsverkehr unvermeidbar sein. Um die Zeit der Behinderungen und Staus auf ein Minimum zu beschränken, wird die beauftragte Firma Strabag "rund um die Uhr" aktiv sein. Die gesamte Sanierung soll bis zum 5. Oktober - also innerhalb von vier Wochen - abgeschlossen sein.

Der Aufbau der Absperrungen hatte bereits am Samstag begonnen. Nach Angaben von Walter Druckenmüller, Leiter der Autobahnmeisterei Schweich, müssen bis Freitag, 12. September, auf dreieinhalb Kilometern Länge die gelben Behelfsmarkierungen angebracht sein. Außerdem ist der Bau von zwei Mittelstreifen-Überfahrten erforderlich, über die der Verkehr später auf die Gegenspur wechseln kann. Nach Abschluss dieser Vorbereitungen steht dann nur noch eine Spur je Fahrtrichtung zur Verfügung.

Am Freitag, 12. September, um 20 Uhr, beginnen die eigentlichen Bauarbeiten an den Fahrbahnen. Dabei müssen zunächst die alten Asphaltschichten abgefräst werden.

Geplant sind zwei Bauabschnitte: einer für die Fahrbahn in Richtung Trier und der nächste in Gegenrichtung. Dabei wird es erforderlich, die Ausfahrt Moseltal (Schweich) und die Ausfahrt Kenn in Richtung Trier zeitweise zu sperren. Entsprechende Umleitungen werden eingerichtet. An den Wochenenden vom 19. bis 22. September und vom 26 bis 29. September werden die Ein- und Ausfahrten Trier-Ehrang und Kenn wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Die Arbeiten laufen jeweils von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr. Auch dabei werden Umleitungsstrecken eingerichtet.

Die gesamte Sanierung soll bis zum 5. Oktober abgeschlossen sein. In der darauffolgenden Woche müssen dann nur noch die Hilfsmarkierungen, Baken und Leuchten abgebaut werden.

Walter Druckemüller: "Durch spezielle Bauverträge ist sichergestellt, dass die gesamten Arbeiten in rund vier Wochen fertiggestellt sind." Die Sanierung sei unumgänglich, auch wenn die bereits begonnene Maßnahme an der B 52/A 64 nach Luxemburg sowie die kurz bevorstehende Instandsetzung der Sauertalbrücke die Verkehrssituation im Berufsverkehr zusätzlich belaste.

Einerseits gelte es, größere Substanzschäden zu vermeiden, andererseits "drohe" die geplante Sanierung der Ehranger Brücke (B 52), die sich über zwei Jahre hinziehen werde. "In dieser Zeit können wir den Verkehrsteilnehmern nicht noch weitere Sanierungen im Umkreis der Brücke zumuten", sagt Druckenmüller.

EXTRA Innerhalb von vier Wochen müssen 60 000 Quadratmeter Asphaltflächen abgefräst und 20 000 Tonnen Asphaltmaterial wieder eingebaut werden. Hinzu kommen 15 Kilometer Fugen und 18 Kilometer Markierung. Die Gesamtkosten betragen insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. (f.k.)

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