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Die Arbeit geht weiter wie zuvor

Die Arbeit geht weiter wie zuvor

Nach der fehlgeschlagenen Neuorganisation der Caritas-Region Mosel-Eifel-Hunsrück werden die bisherigen Strukturen für mindestens vier Jahre bestehen bleiben. Die Kosten für die gescheiterte Spaltung übernehmen der Diözesan-Caritasverband sowie die Caritas-Regionen Trier und Rhein-Hunsrück-Nahe.

Wittlich/Trier. Wer die Neuordnung der Caritasstrukturen zwischen Boppard im Osten und Saarburg im Westen mit seinem "Nein" zur Aufspaltung des Caritasverbands für die Region Mosel-Eifel-Hunsrück (CMEH) verhindert hat, wird wohl ein Geheimnis bleiben. "Ich werde mich nicht an Spekulationen daran beteiligen", sagt Caritas-Direktor Dr. Bernd Kettern.

Kettern lobt gute Zusammenarbeit



Er ist Chef des Caritasverbands Region Trier, der um den Bernkastel-Wittlicher Teil des Caritasverbands für die Region Mosel-Eifel-Hunsrück ergänzt werden sollte.

Der Cochem-Zeller Bereich sollte der Caritas Rhein-Hunsrück-Nahe angeschlossen werden (der TV berichtete). Nach dem "Nein" zur Aufspaltung der CMEH müssen sich Kettern und seine Kollegen nun darüber Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Das ist wenige Tage nach dem überraschenden Ausgang der Mitgliederversammlung der Caritas in Kennfus noch offen.

Derzeit geht der Caritas-Direktor davon aus, dass erst einmal alles beim Alten bleibt. "Ich gehe davon aus, dass sich an der guten Zusammenarbeit zwischen der Trierer und der Bernkastel-Wittlicher Caritas nichts ändern wird", sagt er. Ebenso offen ist, wie es mit Ketterns eigenem Engagement weitergeht.

Schließlich war er mit Blick auf die Fusion zusätzlich zu seinem Amt als Geschäftsführer der Trierer Caritas auch einer von zwei Geschäftsführern der CMEH geworden. Nichts ändern wird sich für die kommenden vier Jahre an der vereinsrechtlichen Form der Caritas für die Landkreise Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell, sagt der Geschäftsführer.

Kosten werden übernommen



Es ist sogar so, dass der CMEH nicht die Kosten tragen muss, die bei der Vorbereitung der Aufspaltung des bisherigen Vereins angefallen sind.

"Das werden der Diözesan-Caritasverband sowie die Caritasverbände Region Trier und Rhein-Hunsrück-Nahe übernehmen", sagt Kettern. Viel mehr als das Geld schmerzt den Geschäftsführer jedoch all die Arbeit, die in die Neugliederung der Caritasstrukturen zwischen Saarburg und Boppard gesteckt wurde.

Seit mehr als anderthalb Jahren sei die Neugliederung intensiv vorbereitet wurden. "Teilweise haben die hauptamtlichen Mitarbeiter in drei Monaten die Arbeit erledigt, die in sechs Monaten erledigt werden müsste", sagt Bernd Kettern.

Das sei aufgrund der fehlenden Mehrheit in der Mitgliederversammlung für die Aufspaltung nun alles umsonst gewesen.