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Die Autorin Corinna Harder begeistert Schüler am Stefan-Andres Schulzentrum

Literatur : Wie kommt der tote Taucher in den Wald?

Die Autorin Corinna Harder begeistert Schüler am Stefan-Andres-Schulzentrum mit ihren Detektiv- und Rätselgeschichten.

Was bitte macht die Kuh auf dem Fischkutter, der nach dem Aufprall sinkt? Und warum liegt neben dem bewusstlosen Bauern ein nasser Würfel? Es sind skurrile Ausgangssituationen, mit denen sich die Fünft- und Sechstklässler des Stefan-Andres-Schulzentrums befassen müssen. Mit Fragen müssen sie sich an „den Fall“ herantasten, müssen Fantasie und Spürsinn einsetzen, um wie ein Detektiv die Geschichten zu lösen.

Es sind die „Red Stories“, das pure Detektivwissen, mit denen Corinna Harder in drei Lesungen die Schüler fesselt und zugleich integriert. Harder (47) ist eine der meistverkauften deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen – und sie setzt die Reihe prominenter Vorleser im Schweicher Schulzentrum fort. Gemeinsam mit Jens Schuhmacher hat die Odenwälderin unglaublich viele Detektivgeschichten geschrieben, ist mittlerweile zudem Autorin der bekannten TKKG-Reihe – und schreibt auch Krimis für Erwachsene, die in den „Black Stories“ ähnlich aufgebaut sind wie die Kinder-Detektivgeschichten: Man muss den Fall durch gezielte Fragen selbst lösen.

Die Autorenlesungen sind ein wichtiger Teil im gesamten Bereich Leseförderung im Stefan-Andres-Schulzentrum. Schon seit vielen Jahren treffen die Schüler in der Unterstufe auf Autoren und Schriftsteller, passenderweise immer in der Bibliothek, wo dann auch zahlreiche Werke des Gastes  ausgeliehen werden können. Aber – das weiß Asmita Dores, Koordinatorin der Autorenlesungen – es sind nicht nur die Lesungen, die die Kinder zum Lesen motivieren, sondern das Treffen, der direkte Kontakt.

So erfahren die Schüler an diesem Vormittag einiges darüber, warum Corinna Harder überhaupt zum Schreiben kam. Schon als Grundschülerin hatte sie eigene Texte auf der Schreibmaschine der Oma geschrieben, schrieb dann jeden Monat 20 Seiten Detektivgeschichten, die sie nach einer Anzeige in einem Micky-Maus-Heft an Kinder in ganz Deutschland (und ihre Deutschlehrerin) verschickte, kopiert in Papas Firma. „Mein Herz hüpft heute noch, wenn ich diese Werke von damals sehe“, sagte Harder.

 Aus Detektivgeschichten wurden dann irgendwann Gruselgeschichten, heute sind ihre Spezialität jene urbanen Legenden, wie der tote Taucher im Wald. Der war von einem Löschflugzeug, das einen Waldbrand bekämpfen sollte, aus einem See angesaugt und dann über dem Wald wieder abgeworfen worden. Aber auch dieses Rätsel bekamen die Schweicher Schüler gelöst.