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Die Corona-Lage in der Region Trier bleibt angespannt

Gesundheit : Die Corona-Lage in der Region Trier bleibt angespannt

Einen Todesfall und 45 Neuinfektionen verzeichnet das Gesundheitsamt in Trier am Wochenende. Die Verstärkung durch die Bundeswehr bleibt der Behörde vorerst erhalten.

Das Gesundheitsamt Trier/Trier-Saarburg meldet am Wochenende einen weiteren Todesfall in Trier im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung und insgesamt 45 Neuinfektionen in der Stadt und im Landkreis Trier-Saarburg. In Krankenhäusern werden laut der Behörde insgesamt 25 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, die meisten davon im Corona-Gemeinschafts­krankenhaus in Trier. Neun von ihnen werden laut dem Intensivregister der deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) in Trier intensivmedizinisch behandelt. Acht davon werden invasiv beatmet. 33 Betten von 111 Intensivbetten in Trier (95 Betten) und Trier-Saarburg (16 Betten) sind noch frei. Die Covid-19-Patienten belegen laut dem Register weniger als zehn Prozent der vorhandenen Betten.

Insgesamt sind mittlerweile 26 Menschen aus dem Zuständigkeitsbereich des Trierer Gesundheitsamtes im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben, 17 aus dem Kreis und neun aus der Stadt Trier. Von den am Samstag und Sonntag 45 neu gemeldeten Infektionen am Wochenende stammen 29 aus dem Landkreis und 16 aus der Stadt Trier.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in der Stadt Trier zurzeit bei 63,7 und im Landkreis bei 113,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 356 Menschen galten am Sonntag als infiziert, 248 im Landkreis und 108 in der Stadt Trier – das sind zwar 29 weniger als am Samstag, aber 19 mehr als vor einer Woche. Einer der Corona-Brennpunkte im Kreisgebiet bleibt die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Hermeskeil. Dort sind weiterhin Dutzende Bewohner infiziert (siehe Zweittext). 

Weil sich die Lage nicht weiter entspannt hat, bleibt dem Gesundheitsamt die Verstärkung durch die Bundeswehr erhalten. Die seit Anfang November im Lagezentrum tätigen acht Soldaten des IT-Bataillons aus Gerolstein werden das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung länger unterstützen. „Eine Abordnung wurde nun auf Antrag des Kreises bis zunächst Mitte Januar 2021 verlängert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Die Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt bei der Kontaktermittlung und der Umgebungsuntersuchung von Infizierten.

Die Zahl der seit dem 11. März positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen steigt auf insgesamt 2544 (973 in der Stadt Trier und 1571 im Landkreis Trier-Saarburg). Die Infektionszahlen verteilen sich im Landkreis wie folgt auf die Verbandsgemeinden (VG):VG Hermeskeil: 283, VG Konz: 328, VG Ruwer: 119, VG Saarburg-Kell: 383, VG Schweich: 249, VG Trier-Land: 209. Das Gesundheitsamt rät dringend, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, regelmäßig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, zu lüften und Kontakte auch im privaten Umfeld auf ein Minimum zu begrenzen.