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Die Fakten zu den Heilig-Rock-Tagen in Trier.

Kirche : Die wichtigsten Fakten zu den Heilig-Rock-Tagen 2018

Kardinal Reinhard Marx diskutiert, Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer gestaltet ein Abendlob – und mehr als 24.000 Menschen beten, pilgern singen. Eine Orientierungshilfe für alle, die den Überblick über die Großveranstaltung in Trier behalten wollen.

Mehr als 24 000 Menschen kommen ab dem 13. April nach Trier, um zu beten, um Neues zu lernen und um zu diskutieren. Das Thema Arbeit steht dieses Mal im Zentrum der meisten Veranstaltungen im Rahmen der Heilig-Rock-Tage. Während die meisten Tage gleich beginnen und enden – Mittagsgebet um 12.15 Uhr auf dem Hauptmarkt und Abendgebet um 21 Uhr im Dom – gibt es jeden Tag andere Angebote an die zahlreichen Gäste in Trier.

Das Bistum veranstaltet die Heilig-Rock-Tage von Freitag, 13. April, bis Sonntag, 22. April. An den beiden Wochenenden gibt es besonders viele Angebote – für diese Tage werden auch besonders viele Besucher erwartet.

Mehrere Veranstaltungsorte? Während alle Workshops, Gebete und Diskussionen dieses Mal noch in Trier stattfinden, denken die Veranstalter darüber nach, die Heilig-Rock-Tage künftig an mehreren Orten auszurichten. Die Hauptfeier bleibt aber in Trier. Wolfgang Meyer, der die Veranstaltung im Auftrag des Bischofs maßgeblich organisiert, sagt: „Zusätzlich zur großen Feier in Trier könnten dann gleichzeitig weitere Veranstaltungen im Bistum stattfinden, damit wir auch die Menschen einbinden, die nicht nach Trier kommen können.“ Dabei handle es sich aber nur um Überlegungen – fest stehe noch nichts. Bereits jetzt bindet die Caritas die Bewohner ihrer Einrichtungen im Bistum ein, die nicht kommen können. Sie sammelt ihre Fürbitten und schickt sie nach Trier, wo sie während der Bistumsfeier verlesen werden.

Diese Gäste sind dabei Zu den bekanntesten Teilnehmern der Bistumsfeier zählen Kardinal Reinhard Marx, Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender der Evangelischen Kirche, Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands, und der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Veranstalter Meyer rechnet damit, dass sich dieses Jahr wieder rund 24 000 Gäste zu den Workshops und den anderen Angeboten anmelden werden. Da die Heilig-Rock-Tage dieses Mal früher als in anderen Jahren stattfinden, dürften es wegen des kälteren Wetters jedenfalls nicht deutlich mehr werden. Das Bistum erhebt aber nur die Zahl der Gäste, die sich anmelden. Zusätzlich kommen jedes Jahr weitere Menschen, die sich lediglich informieren und zuhören – ohne Anmeldung.

Es geht um sinnvolle Arbeit Passend zum Karl-Marx-Jahr drehen sich viele Veranstaltungen rund um das Thema Arbeit. Der erste Teil des Mottos lautet zwar gleich wie vergangenes Jahr: „Herausgerufen“. Der zweite Teil lautet dieses Mal aber „Du hast mehr verdient“. Hans Günther Ullrich von der Initiative Aktion Arbeit im Bistum Trier koordiniert die Angebote rund um das Thema Arbeit. Er sagt: „Wir wollen zeigen, dass Arbeit viel mehr ist als nur Geld verdienen. Sie kann Sinn stiften und Halt geben. So sollten wir sie auch behandeln.“

Die Gäste können sich etwa täglich von 11 bis 21 Uhr in einem Zelt auf dem Hauptmarkt darüber informieren, wie Arbeitslose mit ihrer Lebenssituation umgehen und wie sie versuchen, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Die Initiative Aktion Arbeit will damit darauf aufmerksam machen, dass Arbeitslose keine Versager seien, „sondern dass Arbeitslosigkeit ein Schicksal ist“, sagt Ullrich. Jeden Tag zeigt außerdem eine andere Initiative, die sich für Beschäftigung einsetzt, ihre Arbeit. Im Museum am Dom gibt es außerdem ab dem 5. Mai – also nach den Heilig-Rock-Tagen – die Ausstellung „LebensWertArbeit“ zu sehen.

Auch um diese Themen geht es Während des Bistumsfests finden zudem zahlreiche Veranstaltungen für Pilger, gemeinsame Gebete, Konzerte und Diskussionsveranstaltungen statt. Kardinal Reinhard Marx führt Samstag, 14. April, 15.30 Uhr, ein Podiumsgespräch in der Promotionsaula des Bischöflichen  Priesterseminars. Der Gesprächspartner steht noch nicht fest. In der Veranstaltung geht es um die Frage: „Was macht Arbeit lebenswert?“. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist Samstag, 14. April, 11 Uhr bei der bundesweiten Eröffnung der Woche für das Leben 2018 im Trierer Dom dabei. Er eröffnet die Woche gemeinsam mit Kardinal Reinhard Marx und dem Trierer Bischof Stephan Ackermann. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht Freitag, 20. April, 21 Uhr, bei einem Abendlob im Trierer Dom über Genügsamkeit und christliche Gelassenheit.

Und der Heilige Rock? Die ansonsten geschlossene Heilig-Rock-Kapelle hat geöffnet – der Heilige Rock selbst ist allerdings nicht zu sehen. Die Reliquie, die ein Teil von Jesu Gewand sein soll, war zuletzt 2012 zu sehen. Wann sie das nächste Mal öffentlich ausgestellt wird, steht nicht fest.

Rund 1000 Helfer stecken hinter den Heilig-Rock-Tagen. Sie organisieren, bieten Workshops an, singen, wandern oder leiten Podiumsdiskussionen.

Weitere Infos zum Programm gibt es
unter www.heilig-rock-tage.de