Die Geschäfte laufen weiter

Nach ersten Gesprächen versucht der vorläufige Insolvenzverwalter, Jörg A. Wunderlich, die Geschäfte beim Leimholzbau-Spezialisten Mohr Holzbau in Trier fortzuführen. Dafür sucht er einen Investor. Die Mohr Holzbau Gruppe hatte am Mittwoch beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt (der TV berichtete).

Trier. (hw) "Ich bin optimistisch, dass wir mit der Agentur für Arbeit schnell eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes hinbekommen", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter bei der Mohr Holzbau Gruppe in Trier, Jörg A. Wunderlich. Damit wären die Februar-Gehälter der Mitarbeiter gesichert. Die Gruppe beschäftigt in Trier und Grevenmacher insgesamt knapp 100 Mitarbeiter.

Der Trierer Rechtsanwalt hat nach dem Insolvenzantrag auch schon erste Gespräche mit Verwaltungen, Lieferanten und Kunden geführt. Gestern Nachmittag informierte er in einer Betriebsversammlung die Belegschaft in Trier. Gegenüber dem TV sagte Wunderlich: "Ziel ist es, die Mohr Holzbau Gruppe so weit wie möglich fortzuführen." So seien Gespräche mit Lieferanten und Kunden geführt worden, damit die Geschäfte normal weiterlaufen können. In der nächsten Woche wird Insolvenz-Spezialist Wunderlich dann die Belegschaft der Tochter-Firma in Grevenmacher informieren.

Darüber hinaus sollen kurzfristig Investoren gesucht werden, die bei der Mohr Holzbau Gruppe einsteigen. "Ein erstes Gespräch könnte schon nächste Woche sein", sagte Wunderlich dem TV.

Der Holzbau-Spezialist aus Trier ist nach eigenen Angaben durch die schwächelnde Immobilien-Branche in den USA und England in die Schieflage geraten. "Wir haben die Immobilienkrise in den USA schon im Februar 2008 gespürt, als viele noch nichts davon geahnt haben", hatte Firmenchef Bernhard Mohr am Mittwoch erklärt.

Eine gute Auslastung hat die Gruppe aber noch im Bereich der individuell angefertigten Großkonstruktionen (Ingenieur-Holzbau).