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Die Grenzregion als Versuchslabor Europas

Grenzregion : Die Grenzregion als Versuchslabor Europas

Treffen der Deutsch-Französischen Gesellschaft schweißt die Länder zusammen.

Um das Novum eines Parlaments aus zwei Ländern und die gemeinsamen Anstrengungen von Deutschem Bundestag und Französischer Nationalversammlung für die Grenzregion ging es in der „Beletage“ des Palais Walderdorff. Eingeladen hatte die Deutsch-Französische Gesellschaft Triers zusammen mit der Europa-Union und der Stadt Trier. Ehrengast war Christophe Arend. Er führt im französischen Parlament die Freundschaftsgruppe für die Beziehungen zu Deutschland an und ist einer der führenden Köpfe im neu gegründeten deutsch-französischen Parlament. Zweimal jährlich tagen je 50 französische und deutsche Abgeordnete.

Die Rede in Trier sei nach vielen Reden in großen Städten beider Länder seine erste im Grenzgebiet. Er freue sich auf die praktischen Anregungen, die er von hier für seine Arbeit mitnehmen könne. „In dieser konkreten Zusammenarbeit beider Parlamente merkt man erst, wie unterschiedlich Gesetze der Europäischen Union in verschiedenen Ländern ausgelegt werden können. Eigentlich sollten sie ja für alle Bürger gleich gelten.“ Man sei sich bewusst, dass man die Parlamente der anderen Mitgliedsstaaten einbeziehen müsse.

Besonders wichtig sei die Arbeitsgruppe Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (GRÜZ), die sich um Mobilität, Abbau von Sprach- und juristischen Barrieren im Grenzraum kümmere, so der französische Politiker.

In der anschließenden Diskussion konnten die Trierer mit Verbesserungsvorschlägen aus eigener Erfahrung aufwarten. Vorstandsmitglied Wolfgang Steinborn hob den Modellcharakter dieser Zusammenarbeit hervor: „Was zwischen weit entfernten EU-Mitgliedsstaaten klappen soll, muss erst einmal im deutsch-französischen Europalabor ausprobiert worden sein“.