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Die große Mehrheit will kein Spaßbad

Die große Mehrheit will kein Spaßbad

TRIER. 411 TV-Leser haben bei unserer Befragung zur Sanierung des Südbads mitgemacht. Ergebnis: Beinahe Dreiviertel sind mit den bisher vorgestellten Umbauplänen für das beliebte Freibad im Aultal unzufrieden.

Soll das Südbad in seiner jetzigen Form saniert und erhalten oder soll die Generalsanierung dazu genutzt werden, das Bad durch Strömungskanal, Wasserliegen und Sonneninseln attraktiver zu gestalten? 303 (73,7 Prozent) der 411 TV-Leser, die bei unserer Bürgerbefragung mitgemacht haben, votierten entgegen den städtischen Plänen für den bloßen Erhalt des Südbades. Nur 108 (26,3 Prozent) wünschen sich eine Umgestaltung (siehe Grafik). Doch so einfach ist es leider nicht. Laut städtischer Vorlage muss die Wasserfläche im Südbad um 20 bis 25 Prozent reduziert werden, damit Landeszuschüsse fließen. Nach den bisherigen Planungen soll das durch Inseln in Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken realisiert werden. Außerdem prognostiziert der Bundesfachverband öffentliche Bäder einen Besucherrückgang, sollte das Bad nicht durch Bodensprudler, Wasserliegen, Massagestationen oder ähnliches attraktiviert werden. Unsere Umfrageteilnehmer sehen das offenbar anders: Selbst von den genannten 26,3 Prozent, die sich eine Umgestaltung des Bades wünschen, finden nur 52 Prozent die vorgeschlagene Gestaltung des Nichtschwimmerbeckens mit Insel und Strömungskanal gut. Von den 73,3 Prozent, die am liebsten alles beim Alten belassen würden, könnten sich nur fünf Prozent mit Insel und Strömungskanal abfinden. Die geplante Reduzierung der Bahnen im Schwimmerbecken von acht auf sechs stößt ebenfalls auf wenig Gegenliebe: Nur 13,4 Prozent aller Befragten finden diese Möglichkeit der Wasserflächenreduktion gut. Die Verlegung des Kleinkinderbereichs in die Nähe des Nichtschwimmerbeckens begrüßen dagegen beinahe 100 Prozent derer, die sich generell Umbauten wünschen. Und immerhin 30 Prozent von denen, die am liebsten nichts verändern wollen, finden diese Komponente der städtischen Planungen ebenfalls gut. Auch die Sanierung des Sprungturms findet eine Mehrheit: Knapp 59 Prozent aller Teilnehmer votieren dafür, das Wahrzeichen des Trierer Südbads zu erhalten. Aber die TV-Leser bewerteten nicht nur die städtischen Pläne, sondern machten auch eigene Vorschläge: Immer wieder tauchte der dringende Wunsch auf, dass das Südbad-Wasser beheizt werden soll, um damit eine Verlängerung der Badesaison zu ermöglichen. Bisher ist eine Beheizung allerdings nicht vorgesehen. Ebenfalls vielfach gefordert wurden familiengerechte und gestaffelte Eintrittspreise, längere Öffnungszeiten auch außerhalb der Schulferien, mehr Parkflächen, behindertengerechter Eingangsbereich und Beckeneinstieg, die Sanierung der sanitären Anlagen und eine stärkere Beschattung durch Baumpflanzungen und Sonnensegel. Minigolf, Boule und Federball

Um das Bad attraktiver zu machen, sind für viele nicht Umbauten der Becken wichtig, sondern mehr Sportmöglichkeiten: Beachvolleyball- und Boulefeld, ein Federballnetz und ein Zugang zum benachbarten Minigolfplatz werden gewünscht. Auch Wettbewerbe, Nachtschwimmen und Konzerte können sich viele Trierer in "ihrem" Südbad gut vorstellen. Morgen im TV: Die Gewinner der Familienkarten und weiterer Bericht.