Die Handwerkskammer Trier überreicht Meisterbriefe

Handwerk : „Sicherstes Wertpapier“ für 141 Meister

Die Handwerkskammer Trier überreicht Meisterbriefe vor 600 Gästen in der Europahalle Trier an 16 Frauen und 125 Männer.

(red) Neuer Schwung für den Meistertitel: Dazu trägt die moderne Ausbildung im neuen Bildungszentrum der Handwerkskammer Trier (HWK) ebenso bei wie die Prämien der Landesregierung und die greifbar nahe Rückkehr der Meisterpflicht in zunächst zwölf Handwerksberufen. Die HWK setzte ein weiteres Zeichen: Vor rund 600 Gästen würdigte sie in ihrer Meisterfeier die Leistungen des Jahrgangs 2019 in der Europahalle Trier.

Als Krönung der anspruchsvollen Meisterprüfung bezeichnete Kammerpräsident Rudi Müller, selbst Schreinermeister, die Übergabe der Urkunden an die 141 Absolventen, darunter 16 Frauen. Die zahlenmäßig stärksten Gruppen stellten die Kraftfahrzeugtechniker mit 33 Mann, gefolgt von 23 Schreinern – darunter eine Frau – und 21 Elektrotechniker.

„Sie erhalten heute das sicherste Wertpapier, das ich kenne, nämlich den Meisterbrief! Die Zukunftsperspektiven im Handwerk sind besonders gut“, sagte Müller und versicherte: „Sie haben für den Rest Ihres Lebens einen sicheren Arbeitsplatz.“ Den Grund dafür nannte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt in ihrer Festansprache: „Das Handwerk ist die tragende Säule des rheinland-pfälzischen Mittelstandes – ein moderner, innovativer und zukunftsorientierter Wirtschaftszweig, ein Wachstumsmarkt.“

Damit das so bleibt, investiert die HWK derzeit am Standort Trier-Nord mithilfe öffentlicher Zuschüsse 44 Millionen Euro in ein neues Berufsbildungszentrum. Kammer, Land und Bund fördern so die Qualität der Ausbildung und damit die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung in der Region. Der Meister symbolisiere hohe Qualität, unterstrich die Staatssekretärin: „Sie stehen für das Qualitätssiegel Made in Germany“. Auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe lobte in seinem Grußwort die „Qualitätsgarantie“ der Gesellen- und Meisterausbildung. Von Gästen aus aller Welt werde er immer wieder darauf angesprochen.

Unterdessen setzt das Land Rheinland-Pfalz mit einem Gründungsbonus von 2500 Euro einen Anreiz für Meister auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Zudem belohnt es jeden rheinland-pfälzischen Prüfling für den erfolgreichen Abschluss mit 1000 Euro: „Den Meisterbonus haben sie hoffentlich schon beantragt“, sagte Schmitt. Auch Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf legte der neuen Meistergeneration den Gedanken an eine Betriebsgründung und insbesondere -übernahme ans Herz. „Damit sichern Sie Arbeitsplätze, bilden den eigenen Nachwuchs aus und können mit Ihrer Kreativität und Ihren guten Handwerksleistungen Ihre Kunden überzeugen“, sagte der HWK-Chef.

Einige haben diesen Schritt bereits gemacht. Malermeisterin Tanja Erler aus Trier (30) ist bereits Teilhaberin in einem Betrieb. Sie genießt die Wertschätzung, die mit dem Meistertitel verbunden ist: „Der Kunde reagiert anders, wenn Meister angekündigt werden. Er hat dann mehr Respekt vor der Leistung.“ Leonardo Orlemann (31) bestätigt das: „Meister genießen mehr Ansehen beim Kunden, im Betrieb und in der Gesellschaft“, so der Maurer- und Betonbaumeister aus Oberscheidweiler. „Verdammt stolz“ auf das Geschaffte ist auch Stefan Döring (31) aus Speicher. Der auf Motorsport spezialisierte Kraftfahrzeugtechnikermeister ist schon mitten in der Betriebsübernahme.

Auf ihren eigenen Friseursalon in Bettenfeld, den sie in Kürze eröffnen will, freut sich Melina Schmitz (23). „Was ich in der Meisterausbildung gelernt habe, kann ich dann gut gebrauchen. Und wenn es gut läuft, möchte ich auch Lehrlinge ausbilden.“ Auf die Nachwuchsarbeit freut sich auch Benedikt Becker (26) aus Meckel. Der Schreinermeister hat auf den Gesellenbrief „noch eins draufgesetzt“, um im Betrieb beruflich aufzusteigen. „Man wird sicherer im Umgang mit Kunden und Auszubildenden“, sagt der Prüfungsbeste seines Gewerks. Aber nicht nur das: „Man hat oft mit Leuten zu tun, die viel erreicht haben. Der Meisterbrief trägt sehr zur persönlichen Entwicklung bei.“

Die neuen Meister:

Dachdecker: Marco Hau (Trier), Luca Nett (Hohenleimbach), Sebastian Paul (Aach). Elektrotechniker: Christian Benndorf (Morbach), Johannes Donkel (Wincheringen), Kevin Görzel (Igel), Tobias Hahn (Badem), Fabian Kebig (Trier), Gregor Kiefer (Konz), Friedrich Kostow (Bitburg), Michael Kreinz (Welschbillig), Timo Kreten (Klüsserath), Andreas Lehnart (Pluwig), Patrick Morgen (Trier), Marvin Nauers (Lascheid), Christian Pauly (Daun), Waldemar Rau (Morbach), Christian Sanfilippo (Merzig), Fritz Schmitz (Trier), Bastian Steil (Trier), Patrick Steup (Hermeskeil), Sascha Tomandl (Idar-Oberstein), Dirk Weber (Speicher), Christoph Wilwers (Großkampenberg). Feinwerkmechaniker: Michael Bellersheim (Langsur-Mesenich), Tim Brausch (Losheim), MarkFleschen (Ellscheid), Fabio Imbergamo (Wadern-Nunkirchen), Joshua Koster (Fell), Michael Land (Ralingen), Jens Peter (Nonnweiler), Timm Schmitt (Prümzurlay), Eric Schuster (Konz), Aaron Weber (Grimburg). Friseur: Valentina Aliu (Trier), Elena Brandt (Habscheid), Amelie Junk (Gerolstein), Nadine Kohr (Leiwen), Johanna Laude (Trier), Jana Mecklenburg (Konz), Melina Schmitz (Großlittgen), Linda Schunk (Schweich), Asta Uka (Trier), Norbert Zettl (Gera). Installateur und Heizungsbauer: Dennis Dauster (Bitburg), Manuel Fortner (Palzem), Jens Igel (Schillingen), Thomas Konrad (Wadern), Simon Meyer (Nimsreuland), Christina-Jasmin Sorgen (Osburg). Kraftfahrzeugtechniker: Sebastian Bach (Geisfeld), Dominik Bindges (Trier), Max Josef Blankenheim (Daun), Markus Brüsewitz (Trier), Stefan Döring (Speicher), Alexander Francke(Hermeskeil), Alwin Hansen (Hüttingen), Patrick Heinen (Pronsfeld), Christian Helten (Kradenbach), Sascha Klos (Salmtal), Michael Klütsch (Bitburg), Lukas Kranz (Flußbach), Maurice Kuß (Esch), Fabian Leineweber (Kell), Christoph Marmann (Wittlich), Yannick Mincke (Bitburg), Matthias Neumann (Alflen), Thorsten Noll (Bollenbach), Jakob Oschmann (Trier), Manuel Ostert (Schankweiler), Christian Pfeiffer (Morbach), Kevin Pütsch (Föhren), Patrik Reichert (Trier), Patrick Röder (SpangdahlemMarcus Roth (Trier), Julian Schacherer (Fell), Tobias Schemer (Heidenburg), David Schuh (Trier), Thomas Simon (Pronsfeld), Nico Smeets (Hargarten), Thorsten Stuber (Hermeskeil), Jonas Theobald (Densborn), Kevin Wirz (Kenn). Maler und Lackierer: Alexander Croyé (Trier), Tanja Erler (Trier), Viktor Hammel (Bickendorf), Anke Hennig (Perl), Kenny Jager (Merzig), Assem Mansour (Trier), Anton Prison (Trier), Patrick Rolinger (Losheim), Behfar Schaefer (Idesheim). Maurer und Betonbauer: Daniel Becker (Trier), Erik Gerhard (Lösnich), Leonardo Orlemann (Oberscheidweiler), Manuel Schramm (Kirkel), Jürgen Stark (Trier), Tobias Thurnes (Mertesdorf). Metallbauer: Michael Boesen (Konz-Kommlingen), Lukas Brösch (Lieser), Jan Engel (Pölich), Johannes Helfgen (Trier), Sebastian Kolz (Büdlich), Dominik Korn (Trier), Matthias Korn (Trierweiler), Niklas Kratz (Losheim). Tischler: Timo Arend (Hermeskeil), Patrick Barzen (Trierweiler), Benedikt Becker (Meckel), Daniel Becker (Konz), Gianluca Braun (Morbach), Manuel Gillenberg (St. Wendel), Nils Holger Göttert (Kempfeld), Martin Grün (Rommersheim), Jonas Hoffmann (Mettlach), Annika Kappes (Pronsfeld), Matthias Krier (Konz), Lorenz Meyer (Wittlich), Stephan Ryan (Idar-Oberstein), Lukas Schömer (KellAnton Senft (Hillesheim), Sebastian Sosnowski (Gusterath), Thomas Strellen (Holsthum), Julian Thielen (Kenn), Johannes Wand (Lissendorf), Moritz Weber (Grimburg), Philipp Werner (Konz), Adrian  Windrich (Hahnstätten), Lukas Zeimet (Trier). Zahntechniker: Jeremy Epp (Sulzbach), Erik Gottwald (Otterbach), Björn Jostock (Köwerich), Marcel Koch (Losheim), Viviane Millen (Trier), Sören Schmidt (Zweibrücken), Katharina Wolf (Schlierschied), Stefanie Wright (Gehrweiler). Zimmerer: Raphael Kirstgen (Blankenheim), Nico Overwien (Monzelfeld), Michael Schramm (Rehlingen-Siersburg), Christian Warschburger (Schiffweiler).

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