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Die Kita Im Freschfeld in Filsch hebt die eingeschränkten Betreuungszeiten wieder auf

Familie : Filscher Kita betreut Kinder wieder regulär – Stadt schreibt Stellen aus

Erkrankte Erzieher sind genesen, und Unterstützungskräfte sollen kurzfristig aushelfen: Die Kinder der Kita Im Freschfeld dürfen ab Montag wieder länger bleiben. Das Personalproblem ist noch nicht gelöst.

Neuigkeiten für die Kinder und Eltern der Kindertagesstätte Im Freschfeld in Trier-Filsch: Die Kita kann laut Stadt ab Montag, 17. Februar, wieder in den Regelbetrieb gehen.

Vor zwei Wochen hatte es einen Aufschrei gegeben, weil die Eltern freitags darüber informiert worden waren, dass die Kita ab dem darauffolgenden Montag den Betrieb einschränken müsse (der TV berichtete). Der Grund: Aktuell sind mehrere Stellen in der Kita nicht besetzt. Zunächst hatte die Stadt von drei vakanten Stellen gesprochen, inzwischen von vier. Dadurch sinke die personelle Belegung, wenn weitere Mitarbeiter krank würden, immer wieder unter das erforderliche Mindestmaß, hieß es in einem Brief an die Eltern. Die Konsequenz: Rund die Hälfte der 100 Kinder hatte ihren Ganztagsplatz vorübergehend verloren und musste mittags abgeholt werden.

Der Anlass des Ärgers der Eltern war zum einen die kurzfristige Information der Stadt. Zum anderen waren sie enttäuscht, dass ihnen nicht mitgeteilt wurde, wie lange die Einschränkung dauern sollte, und dass die Stellen nicht umgehend ausgeschrieben wurden. Michael Schmitz, Pressereferent der Stadt Trier, hatte schließlich eingeräumt, dass der Stadtvorstand im Januar beschlossen habe, aktuell laufende Stellenbesetzungen bis Sommer 2020 zeitlich verzögert vorzunehmen. Um Personalkosten zu sparen und die Haushaltsvorgaben einzuhalten.

Nun sind die Eltern am Donnerstag in einem Schreiben von der Gesamtleitung der städtischen Kitas darüber informiert worden, dass die Kita ab Montag wieder den regulären Betrieb aufnehmen könne. Die krankheitsbedingten Ausfälle hätten sich normalisiert. Somit sei die Kita in der Lage, die Reduzierung des Angebotes aufzuheben, heißt es darin.

„Grundsätzlich ist das eine positive Entwicklung“, sagt Silke Recktenwald, deren Sohn wegen der Einschränkung des Kitabetriebs kurzzeitig seinen Ganztagsplatz verloren hatte. Die Absichten klängen vielversprechend, jetzt bleibe abzuwarten, wie das umgesetzt werde. „Es muss eine langfristige und stabile Lösung geben. Diese ist erst dann gegeben, wenn die offenen Stellen auch tatsächlich besetzt sind“, sagt Recktenwald.

„Nach wie vor werden wir mit Hochdruck daran arbeiten, diese Vakanzen mit geeignetem Fachpersonal zu besetzen“, schreibt Kai Neitzert, Gesamtleiter der städtischen Kitas, in seinem Brief an die Eltern. Zusätzlich planten sie den kurzfristigen Einsatz von Unterstützungskräften, um die freien Stellen vorübergehend auszugleichen. Dabei handele es sich um pädagogische Aushilfskräfte, erklärt Schmitz. Der Stadtvorstand hat am Montag laut dem Pressereferenten drei weitere Erzieher-Stellen genehmigt. Zwei für die Kita Im Freschfeld, eine für die Kita Alt-Tarforst. Vergangene Woche hatte die Stadt bereits je eine Stelle für diese beiden Kitas ausgeschrieben. In Alt-Tarforst sei kurzfristig eine weitere Stelle frei geworden, erklärt Schmitz, zunächst war dort nur von einer vakanten Stelle die Rede. Die drei genehmigten Stellen würden nun zeitnah ausgeschrieben. „Es werden keine Wochen ins Land gehen“, verspricht Schmitz. Der Posten der „ständigen Stellvertretung“ bleibe in Filsch vorerst allerdings vakant. Dieser werde erst ausgeschrieben, wenn die anderen Stellen besetzt seien.

Silke Recktenwald findet es problematisch, dass es überhaupt zu einem Personalengpass und einer Einschränkung der Betreuungszeiten gekommen ist. Die junge Mutter hofft, dass die Stadt solche Situationen in Zukunft von vorneherein vermeidet, indem sie Kita-Stellen bevorzugt und proaktiv ausschreibt.